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Ländervergleich der Corona-Lage : Drosten warnt vor "beängstigenden Zahlen"

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Der Virologe Christian Drosten hat die Corona-Lage in Deutschland mit der in Großbritannien und Spanien verglichen, wo sich die Lage entschärft. Was sind die Gründe dafür?

Passanten in der Oxford Street am 28.10.2021 in London
Licht am Ende des Tunnels - die Corona-Situation in Großbritannien scheint sich langsam zu entspannen.
Quelle: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Wie gut steht Deutschland bei der Pandemiebekämpfung im internationalen Vergleich da? Was muss geschehen, um die Infektionszahlen wieder zu senken? Der Virologe Christian Drosten hat in einem Twitter-Thread die Infektionslage in Deutschland mit der in Großbritannien und Spanien verglichen.

Sein Befund: Während sich die Infektionslage im Vereinigten Königreich langsam beruhige und in Spanien sogar "Hoffnung auf Herdenimmunität" bestehe, gebe es hierzulande "beängstigende Zahlen" - zuletzt war die Inzidenz auf über 169 gestiegen. Insbesondere mit Blick auf den Anteil der immunisierten Bevölkerung werden große Unterschiede zwischen den drei Ländern sichtbar. Die Zahlen im Einzelnen:

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Sinkende Zahlen in Großbritannien

In Großbritannien sinkt die landesweite Inzidenz seit Ende Oktober deutlich, nachdem sie vorher genauso rasant gestiegen war. Sie liegt allerdings mit über 400 noch auf einem relativ hohen Niveau. Die Impfquote ist mit etwa 67 Prozent ähnlich hoch wie in Deutschland.

Doch Drosten macht auf einen großen Unterschied aufmerksam: Großbritannien habe "viel mehr Genesene (und Verstorbene)", schreibt er bei Twitter. Dort rücke eine Beruhigung des Infektionsgeschehens "nun langsam in Reichweite" - doch dies auch bei uns zu erreichen "würde uns wohl eine ähnliche Zahl an Verstorbenen kosten".

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Hintergrund: Die Todesrate in Großbritannien ist deutlich höher als in Deutschland. Dort sind etwa 2.100 Menschen pro eine Million Einwohner an Corona gestorben, in Deutschland sind es gut halb so viele.

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Spanien auf dem Weg in die Herdenimmunität?

Im Gegensatz zu Deutschland und Großbritannien ist die Situation in Spanien relativ entspannt: Noch im Sommer lag die Inzidenz dort bei rund 400, sank dann aber kontinuierlich und liegt seit Anfang Oktober konstant unter 30. Einer der Gründe für die vergleichsweise niedrigen Zahlen laut Drosten: Die Impfquote von etwa 80 Prozent.

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In Großbritannien gibt es kaum Corona-Beschränkungen, man hofft auf eine baldige Herdenimmunität durch die Impfungen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Die medizinische Fachzeitschrift "The Lancet" schreibt, dass Experten es inzwischen sogar für möglich halten, dass Spanien an der Schwelle zur Herdenimmunität stehe: Noch wisse man zwar nicht, wie hoch genau der Anteil der geimpften Bevölkerung sein muss, um Herdenimmunität zu erreichen, zitiert die Zeitschrift Jesús Rodríguez Baño, den Chef Abteilung für Infektionskrankheiten der Universitätsklinik Virgen Macarena im spanischen Sevilla. Aber:

Trotz Beendigung der meisten Corona-Maßnahmen ist die Infektionsrate gesunken - im Gegensatz zu den vorherigen Wellen. Die einzig plausible Erklärung ist die sehr hohe Impfquote im Land.
Jesús Rodríguez Baño, Universitätsklinik Sevilla zur Situation in Spanien

Drosten macht bei Twitter jedoch darauf aufmerksam, dass auch die warmen Temperaturen in Spanien derzeit noch eine Rolle bei der vergleichsweise niedrigen Inzidenz spielen. "Im Winter wird es dort nicht mehr so einfach sein."

Deutschland hat wenig Geimpfte - und wenig Genesene

So gibt es derzeit in Deutschland eine ungünstige Mischung aus einer relativ niedrigen Impfquote - verglichen mit Spanien - und relativ wenig Genesenen - verglichen mit Großbritannien.

Boostern allein sei jedoch keine Lösung, so Drosten - da es zwar das Infektionstempo bei Ungeimpften verlangsamen aber nicht verhindern könne. Die einzige Alternative sei: "mit höchster Priorität die Impflücke schließen".

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