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Vor offiziellem Impfstart - 101-Jährige als Erste in Deutschland geimpft

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In einem Seniorenheim in Halberstadt in Sachsen-Anhalt hat es einen Tag vor dem offiziellen Impfbeginn die ersten Impfungen gegeben. Eine 101-Jährige bekam die erste Spritze.

Einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Impfungen treffen die ersten Dosen in den Bundesländern ein. Vorab gab es die ersten Impfungen in einem Pflegeheim in Halberstadt.

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In Halberstadt in Sachsen-Anhalt haben bereits am Samstag die Corona-Impfungen begonnen. Im Seniorenzentrum Krüger wurde die 101 Jahre alte Edith Kwoizalla als erste Bewohnerin geimpft.

Beobachtern zufolge nahm sie den Pieks gelassen und mit einem Lächeln hinter dem Mund-Nasen-Schutz entgegen.

50 Menschen im Seniorenzentrum geimpft

Der Landkreis habe zuvor angefragt, ob die Einrichtung vorbereitet sei, sagte Betreiber und Pflegefachkraft Tobias Krüger.

Jeder Tag, den wir warten, ist ein Tag zu viel.
Tobias Krüger, Seniorenzentrum Krüger

Insgesamt ließen sich den Angaben zufolge 40 Bewohnerinnen und Bewohner sowie zehn Mitarbeitende impfen.

Auch er selbst habe das Angebot angenommen, er halte die Impfung für sinnvoll. "Ich verstehe aber auch die Bedenken", sagte Krüger.

Impfstoff

Biontech/Pfizer-Impfstoff -
Impf-Nebenwirkungen: Was bislang bekannt ist
 

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Studie: Geringe Nebenwirkungen bei Impfstoff

In den Tests zum Biontech/Pfizer-Impfstoff gab es nur geringe Nebenwirkungen - allerdings fehlen wegen der kurzen Erprobungszeit noch längerfristige Daten zur Sicherheit des Präparats und Detailinformationen zu den einzelnen Bevölkerungsgruppen.

Die Auswertung der Tests zeigte, dass nach der Impfung etwa vorübergehende Schmerzen an der Impfstelle, Kopfschmerzen oder Müdigkeit vorkommen können. Die Nebenwirkungen waren der Studie zufolge im Allgemeinen schwach bis mäßig und klangen nach kurzer Zeit wieder ab.

Offizieller Impfstart am Sonntag

Der offizielle Impfstart ist in Deutschland für Sonntag geplant. Am Samstag wurden einige Zehntausend Impfdosen ausgeliefert. Sie werden von den zuständigen Landesbehörden an Impfzentren und mobile Teams verteilt.

Zuerst sollen Menschen über 80 Jahre sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte in einer Impfverordnung festgelegt, dass zunächst in drei Gruppen geimpft werden soll.

Auf einem Foto eines Mediziners mit einer Spritze in der Hand im Hintergrund ist in weißer Schrift Text zu lesen: "Coronavirus: Wer soll wann geimpft werden? Das Bundesgesundheitsministerium hat beschlossen: Erste Gruppe: alle Personen ab 80 Jahren, Bewohner und Bewohnerinnen und Personal von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie ambulanten Pflegediensten, Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko oder Kontakt zu gefährdeten Gruppen; Zweite Gruppe: alle 70- bis 79-Jährigen, Personen mit Demenz, geistiger Behinderung, Trisomie 21 oder nach Organtransplantation, enge Kontaktpersonen von Schwangeren oder Pflegebedürftigen, Personal in medizinischen Einrichtungen mit hohem Ansteckungsrisiko, Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit mit hohem Ansteckungsrisiko (z.B. Polizei- und Ordnungskräfte), Teilbereiche des Öffentlichen Gesundheitsdienstes; Dritte Gruppe: alle 60- bis 69 Jährigen, Personen mit Vorerkrankungen mit moderat erhöhtem Risiko, Personal in Schlüsselpositionen der Landes- und Bundesregierungen (z.B. bei Bundeswehr oder Feuerwehr), Berufsgruppen der kritischen Infrastruktur (z.B. Apotheken und Transportwesen), Beschäftigte im Einzelhandel, Lehrerinnen und Lehrer und Erzieherinnen und Erzieher, Personal mit niedrigem Ansteckungsrisiko in medizinischen Einrichtungen, Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen (z.B. Bewohnerinnen und Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften)

Es gehe jetzt darum "so viele Menschen zu impfen, dass das Virus keine Chance mehr hat in Deutschland und Europa", so Spahn in einer Pressekonferenz vor dem offiziellen Impfstart.

Er betonte zudem, dass das Impfen "ein Angebot" sei. Es sei kostenlos und bleibe freiwillig.

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