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Gesundheitsminister Spahn - Mehr zweite Impfdosen als erste gespritzt

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Aktuell werden mehr Impfdosen für die zweite Impfung verwendet als für die erste Spritze. Dies sei eine neue, aber erwartbare Entwicklung, twitterte Gesundheitsminister Spahn.

Impfzentrum in der Frankfurter Festhalle
Am Donnerstag und Freitag gab es in Deutschland mehr Zweit- als Erstimpfungen.
Quelle: dpa

Von den verfügbaren Mengen an Corona-Impfstoff werden derzeit mehr für Zweitimpfungen als für die erste Spritze verwendet. Dies war erstmals am Donnerstag und Freitag der Fall, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mit. "Eine erwartete, aber neue Entwicklung", schrieb der CDU-Politiker.

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Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.50 Uhr) wurden am Vortag 797.359 Menschen immunisiert, 406.455 davon bekamen ihre zweite Dosis. Damit lag der Anteil der Zweitimpfungen über der Hälfte. Die bisher meisten Impfdosen pro Tag wurden am 12. Mai verabreicht: 1,4 Millionen.

13,6 Prozent in Deutschland vollständig geimpft

Insgesamt sind nun 13,6 Prozent der Bevölkerung (11,3 Millionen) bereits vollständig geimpft. 39,9 Prozent (33,1 Millionen) haben bisher zumindest eine der Spitzen bekommen. In der Regel sind für den vollen Schutz zwei erforderlich, nur beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 43,9 Prozent, die niedrigste Sachsen mit 34,6. Während das Saarland jedoch auch unter Berücksichtigung der Zweitimpfungen beim Impftempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten.

Das Saarland profitiert neben anderen Bundesländern von zusätzlichen Impfstofflieferungen, die es bekommen hatte, weil dort besonders viele Mutationen aufgetreten waren.

Ende der bundesweiten Impfpriorisierung am 7. Juni

Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen.
Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

Ab 7. Juni soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden, in einigen Bundesländern auch schon etwas früher.

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