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Diskussion über Corona-Impfung - Ethikrat-Vorsitzende: Keine Impfpflicht nötig

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In Nachbarländern wie Frankreich wird die Corona-Impfung für bestimmte Berufsgruppen zur Pflicht. Das sei in Deutschland nicht nötig, sagte die Ethikrats-Vorsitzende Buyx im ZDF.

Die Ethikratvorsitzende Alena Buyx ist dafür, statt einer Impfpflicht andere Wege zu gehen.

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Deutschland braucht der Ethikrats-Vorsitzenden Alena Buyx zufolge keine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen. Anders als Frankreich habe Deutschland viel bessere Impfraten in diesen Bereichen, sagte sie im ZDF Morgenmagazin. Zudem gebe es andere Möglichkeiten, verletzliche Gruppen zu schützen.

Deshalb glaube ich, brauchen wir das gar nicht.
Alena Buyx, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates

Frankreich führt eine verpflichtende Corona-Impfung für Personal im Gesundheitsbereich ein. Bis Mitte September haben Angestellte in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie Arbeitskräfte mit Kontakt zu Risikopatienten Zeit, sich impfen zu lassen.

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Ethikrat nicht für Impfpflicht an Schulen und Kitas

Damit reagierte sie auch auf eine Forderung des Humangenetikers Wolfram Henn, der ebenfalls Mitglied des Deutschen Ethikrates ist. Er hatte sich für eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Schulen und Kitas ausgesprochen. "Wer sich aus freier Berufswahl in eine Gruppe vulnerabler Personen hineinbegibt, trägt eben besondere berufsbezogene Verantwortung", sagte Henn der "Rheinischen Post".

Henn habe für sich selbst gesprochen, so Buyx, Mitglieder des Ethikrates dürften ihre Meinung durchaus mitteilen. "Aber wir fordern so etwas nicht", betonte sie. Die auf medizinethische Fragen spezialisierte Expertin warb vielmehr dafür, eine gute Kommunikation zu den bislang nicht geimpften Menschen und "aufsuchende, niedrigschwellige Impfungen" anzubieten.

Also sozusagen: bring die Impfung dorthin, wo die Leute sind.
Alena Buyx, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates

Buyx: Kinder und Jugendliche schützen

Mit Blick auf Kinder und Jugendliche gab Buyx zu bedenken, dass die Impfkommission (Stiko) noch keine Impfempfehlung für 12 bis 17-Jährige herausgegeben hat und es für Kinder bis 12 Jahren keinen zugelassenen Impfstoff gibt. "Und da muss ich sagen: da kriege ich schon Sorge, denn man muss natürlich diese junge Generation schützen", betonte sie.

Kinder und Jugendliche müssen aufgrund des fehlenden Impfangebots durch die Gesellschaft mitgeschützt werden - vor allem mit Blick auf die Schule, so Alena Buyx vom Ethikrat.

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"Man kann jetzt nicht sagen: wir lassen das Virus durch diese Gruppen krachen. Oder wir schauen zu, wie die Schulen wieder zumachen müssen, weil da völlig ungeregelt die Infektionen stattfinden." Hier müsse unbedingt etwas passieren, um diese Gruppen gut zu schützen.

Buyx erteilte großzügigen Öffnungsschritten wie derzeit in England eine Absage. "Ich würde sagen, wir sollten da ein Stückchen zurückhaltender sein." In dem guten Sommer, "den wir jetzt alle haben", sollte eine große Welle vermieden werden angesichts vieler ungeschützter Menschen im Land.

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