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Rocken trotz Corona - Veranstalter hoffen auf den Festival-Sommer

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"Rock am Ring" oder "Wacken" in Zeiten von Corona - zur Zeit nicht denkbar. Noch sind die Veranstaltungen nicht abgesagt. Die Branche wartet ab und hofft auf einen Festival-Sommer.

Festival-Sommer 2021 weiter unklar. Archivbild
Kann es trotz Corona-Pandemie einen Festival-Sommer 2021 geben? (Archivbild)
Quelle: Christophe Gateau/dpa

Deutschlands Traditionsfestivals "Rock am Ring" und "Rock im Park" hatten letztes Jahr Jubiläumsausgaben geplant. Dann kam Corona: kein "Rock am Ring", kein "Hurricane", kein "Wacken Open Air". Alles verschoben auf 2021.

Festival? Fast alles noch unklar

Die Lage hat sich seitdem nicht verbessert. Deutschland im Shutdown, Festivals mit Zehntausenden feiernden Menschen sind zur Zeit eine eher absurde Vorstellung. Die Sehnsucht ist dennoch enorm: Ist da eine Chance auf einen Festival-Sommer 2021?

"Es gibt noch viele Fragezeichen", sagt Stephan Thanscheidt vom Veranstalter FKP Scorpio.

Wir müssen auch abwarten, wie sich die Infektionszahlen und die Verfügbarkeit der Impfstoffe entwickeln.
Stephan Thanscheidt

Der Veranstalter organisiert das "Hurricane" und das "Southside" Festival. Dieses Jahr sollten sie vom 18. bis 20. Juni stattfinden.

Fans hoffen auf Live-Konzerte von Green Day, System Of A Dawn und Volbeat

Bereits eine Woche früher ist die 35. Ausgabe von "Rock am Ring" am Nürburgring und das 25. "Rock im Park" in Nürnberg geplant. Auftritte von Green Day, System Of A Down und Volbeat wurden vom vergangenen Jahr auf 2021 verlegt, mehr als 130.000 Besucher haben ihre Tickets von 2020 auf dieses Jahr umgetauscht.

Auch hier: Man wolle "die konkreten Entwicklungen" abwarten. "Deshalb ist eine Aussage über das Stattfinden erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich", teilten die Veranstalter eventimpresents und Live Nation mit.

Planungen für "Wacken Open Air" laufen - Hoffen auf den Sommer

Unklar ist auch die Lage im schleswig-holsteinischen Wacken. Normalerweise strömen im Hochsommer Zehntausende Metal-Fans aus aller Welt in die norddeutsche Provinz, um beim "Wacken Open Air" zu feiern. Letztes Jahr blieb es still. Werden in diesem Jahr wieder Bässe auf den Wiesen und Kuhweiden wummern?

Auf der Festivalseite läuft zumindest der Countdown: "Noch 183 Tage" hieß es dort Ende Januar. Angekündigt ist Rammstein-Sänger Till Lindemann mit seiner ersten Solo-Festivalshow.

In über 30 Jahren Wacken hat man schon so einiges erlebt, aber natürlich kann niemand eine genaue Prognose für die pandemische Lage im Sommer vorhersagen,

sagt Mitbegründer Thomas Jensen

"Die aktuellen Planungen sind trotz Kurzarbeit in vollem Gange, wir hoffen, dass die staatlichen Maßnahmen greifen und eine Rückkehr zu Live-Events im Sommer möglich sein wird." Die Gesundheit und Sicherheit stünden dabei an erster Stelle, betont er.

Bundesverband: Konzert-Veranstalter brauchen Vorlauf

"Es herrscht große Unsicherheit", erklärt der Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow. "Für die Sommerfestivals werden wir spätestens bis Mitte März Entscheidungen benötigen, weil sie eine Mindestzeit zur Vorbereitung benötigen."

Laut Michow hat die Branche den Herbst und Winter genutzt, um mögliche Konzepte zu erstellen. Seiner Einschätzung nach werden umfassende Infektionsschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel Schnelltests, erst einmal Voraussetzung sein für den Veranstaltungsbesuch. Er hofft hier auch auf Unterstützung seitens der Politik.

Internationale Stars müssen auch anreisen können

Das nächste Problem sei das internationale Booking. So sei unklar, ob etwa Bands und Künstler aus England oder den USA kommen könnten.

Die Live-Branche ist ein besonders hart von Corona betroffener Zweig. Betroffen sind nicht nur die Musiker, sondern auch all die Leute hinter den Kulissen - ob Tontechniker, Bühnenbauer, Caterer, Beleuchter oder Busfahrer.

Um die Crew-Mitglieder zu unterstützen, hatten deutsche Künstler wie Die Fantastischen Vier, Joy Denalane, Milky Chance oder Peter Maffay das virtuelle #lauterwerden-Festival ins Leben gerufen. Sie verzichteten auf ihre Gage auf und riefen zu Spenden für die Crews auf: Bislang wurden über 850.000 Euro gesammelt.

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