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Harter Shutdown für vier Wochen - Wie Frankreich die Corona-Welle brechen will

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Ab Karsamstag gilt in ganz Frankreich ein konsequenter Shutdown: Landesweit sind nur noch lebensnotwendige Geschäfte geöffnet. Denn die Kliniken sind überlastet.

Passanten gehen an einem geschlossenem Café am 01.04.2021 in Nizza vorbei.
Mit einem dritten Shutdown kämpft Frankreich gegen die dritte Corona-Welle an.
Quelle: Reuters

An Karsamstag hat in Frankreich zum dritten Mal ein landesweiter harter Shutdown begonnen. Angesichts der dritten Corona-Welle werden die bereits in 19 Verwaltungsbezirken geltenden Beschränkungen für vier Wochen auf das ganze Land ausgeweitet.

Denn binnen einer Woche haben sich zuletzt mehr als 400 Menschen pro 100.000 Einwohner in Frankreich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Corona-Patienten, die ein Intensivbett benötigen, liegt inzwischen bei über 5.000 - und ist somit höher als noch während der zweiten Welle.

Am 1. April verkündete Präsident Macron einen neuen Shutdown für ganz Frankreich.

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In Anbetracht der Infektionszahlen ist es der Regierung Macron mit den Maßnahmen sehr ernst: Allein im Großraum Paris sollen 6.600 Einsatzkräfte die Einhaltung der jetzt geltenden Regeln überprüfen. Diese sind:

Bewegung im Freien

  • Im öffentlichen Raum dürfen sich nicht mehr als sechs Personen treffen.
  • Niemand darf sich mehr als 10 km von seinem Wohnort entfernen; das gilt auch für Spaziergänge und Sport.
  • Im ganzen Land herrscht von 19 Uhr abends bis morgens 6 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre.
  • Ausnahme: Für die Ostertage gilt ein "Kulanzzeitraum" für Reisen in andere Regionen. Dieser endet Montagabend.

Geschäfte

  • Nur noch lebensnotwendige Geschäfte dürfen geöffnet bleiben, also Supermärkte, Apotheken und Ähnliches.
  • Alle anderen Geschäfte müssen für vier Wochen schließen.
  • Der Straßenverkauf von Alkohol ist in dieser Zeit verboten.

Kindertagesstätten und Bildungseinrichtungen

  • Die Frühlingsferien im Land werden vereinheitlicht.
  • Ab Dienstag nach Ostern werden alle Kitas und Schulen für drei Wochen geschlossen.
  • Hochschulen und Gymnasien bleiben für vier Wochen zu.

Schon Ende März ist die Corona-Lage in Frankreich besorgniserregend: Die Intensivmediziner schlagen Alarm, denn die Krankenhäuser sind bereits überlastet.

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Impfen als unterstützende Maßnahme

Zeitgleich zum verschärften Shutdown setzt die Regierung Macron auf verstärktes Impfen der Bevölkerung, um die Infektionszahlen zu senken. Ab Mitte April sollen sich alle Menschen über 60 Jahre gegen Covid-19 impfen lassen können; ab Mitte Mai die über 50-Jährigen. Bis Ende des Sommers sollen alle über 18-Jährigen eine Impfung bekommen können.

Bis Karfreitag haben in Frankreich mehr als neun Millionen Menschen mindestens eine erste Impfung erhalten. Das entspricht etwa 13,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. In dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern starben bisher rund 96.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus.

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