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Terra X - die Wissens-Kolumne : Was wir von Corona lernen können

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Wir haben gelernt, dass wir anpassungsfähig sind, Entwicklungen schnell vorantreiben können, als Gesellschaft enger zusammenhalten - aber auch, woran wir dringend arbeiten müssen.

Terra X - Die Wissens-Kolumne: Harald Lesch

In der Terra-X-Kolumne auf ZDFheute beschäftigen sich ZDF-Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten wie Harald Lesch, Mirko Drotschmann und Jasmina Neudecker sowie Gastexpert*innen jeden Sonntag mit großen Fragen der Wissenschaft - und welche Antworten die Forschung auf die Herausforderungen unserer Zeit bietet.

Neulich erzählte mir ein Bekannter von einer Besichtigung in einer Kindertagesstätte. Die Eingewöhnung neuer Kinder, erklärte die Kita-Leiterin, dauert für gewöhnlich vier Wochen, in denen ein Elternteil das Kind bringt und den Tag über auch dortbleibt - damit es sich langsam akklimatisieren kann.

Seit der Corona-Pandemie aber müssten sich Eltern darauf einstellen, ihr Kind die ersten sechs bis acht Wochen zu begleiten. Warum? Weil im Alltag der Kinder viel weniger soziale Kontakte stattfinden als vor der Pandemie; ergo bräuchten sie länger, sich mit dem wuseligen Sozialleben in einer Kindertagesstätte anzufreunden.

Wie kamen Kinder und Jugendliche während der Corona-Zeit mit den Belastungen in Schule und Familie zurecht? Welche Ängste hatten sie? Eine Studie gibt Aufschluss.

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7 min
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Lauernde Bedrohung weiterer Pandemien wegen Globalisierung

Natürlich ist das anekdotisch, nicht wissenschaftlich, aber es ist doch erstaunlich: Ein winziges Virus hat mit einem Schlag unseren Alltag, unser Sozial- und Arbeitsleben, eigentlich unsere ganze Welt enorm verändert und umgeprägt.

Die Wissenschaft hat nicht nur gezeigt, wie wir uns schützen können - man denke an den Kraftakt der Impfstoff-Forschung -, sondern auch die lauernde Bedrohung weiterer Pandemien klargemacht, ausgelöst von Viren, die mit unserem Vordringen in die Natur immer wahrscheinlicher von Tier auf Mensch springen. Eine Ausbreitung über den Globus durch Handel und Tourismus lässt sich kaum noch verhindern.

Vorbeugen, indem man Forschung fördert

Dann hilft nur modernste wissenschaftliche Forschung am noch Unbekannten. Die Covid-19-Pandemie taugt als Lehrbeispiel: Die Forschung fokussierte sich, Technologie, die wir bereits im Köcher hatten, fand Anwendung. Grundlagenforschung - extrem wichtig. Heißt auch: Man könnte einer erneuten Notlage vorbeugen, wenn wir heute schon die (Impf-)Forschung von morgen fördern.

Auch andere Entwicklungen wurden vorangetrieben, die alle Bereiche des gesellschaftlichen und individuellen Zusammenlebens betreffen und bis tief in unseren Umgang miteinander reichen - privat und beruflich. Das Homeoffice hat sich ebenso schnell verbreitet wie das Virus; die Möglichkeit, das eigene Heim zum 100-Prozent-Arbeitsplatz mutieren zu lassen hat gleichzeitig das Ansteckungsrisiko minimiert, viele Arbeitgeber vor neue Herausforderungen gestellt - und unsere Tagesabläufe fundamental verändert.

Die letzten zwei Jahre waren ein ungewolltes Sozial-Experiment. Die Erfahrung gibt der Forschung unerwartete Impulse. Neue Ideen für eine mögliche Zukunft.

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28 min
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Homeoffice verändert Bedeutung von Zeit

Mit den Pandemieerfahrungen rückt plötzlich das Thema Umgang mit Zeit und die Bedeutung des eigenen zeitlichen Lebensrhythmus mehr denn je in unseren Fokus. Zeit ist als "Währung" auf dem Arbeitsmarkt wichtiger geworden - und damit auch zeitliche Selbstbestimmung und Flexibilität.

Viele Menschen bewerten das Homeoffice positiv, verspricht es doch mehr Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben, und über die Hälfte aller Arbeitsstellen könnten von zuhause aus bewältigt werden. Andere finden es schwierig, die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben zu ziehen.

Gesellschaftsaufgabe: Belastung des medizinischen Personals verringern

Und: Es gibt sehr viele sehr wichtige Berufe, bei denen Homeoffice nie möglich sein wird. Gerade die Tätigkeit im mehr denn je wichtigen Gesundheitssektor ist, bleibt und sollte ja eine von und mit Menschen sein.

Die über viele Monate dauernde Hochbelastung des medizinischen Personals zu verringern, gehört zu den großen Aufgaben unserer Gesellschaft. Berufe, gerade im Pflegebereich, attraktiver zu machen, Arbeitsbelastung zu senken, Bezahlung angemessen zu gestalten - das ist jetzt politisches Pflichtprogramm.

Die Corona-Infektionszahlen steigen seit Wochen, auch in den Kliniken. Immer mehr Krankenhäuser schließen Stationen, weil Fachkräfte ausfallen.

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28 min
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Der Mensch braucht reale soziale Kontakte

Die Corona-Pandemie hat Grundlegendes offengelegt: Unser Wohlbefinden hängt ab von unseren sozialen Kontakten. Einsam fühlen wir uns, wenn das Verhältnis von gewünschten und tatsächlichen sozialen Kontakten nicht mehr stimmt. Das zermürbt und macht krank. Unsere seelische Gesundheit leidet, wenn wir nicht real, in drei Dimensionen und mit allen Sinnen kommunizieren. Das war gewissermassen auch eine "Entzauberung" des Digitalen.

"Notfall Corona" ist der Testfall für Veränderungen, die uns alle in der Zukunft bevorstehen - auch in gut organisierten, reichen Gesellschaften. Über die wir sprechen müssen, auf die wir uns vorbereiten, die wir erforschen, hinterfragen müssen. Fragen der globalen Gerechtigkeit und der Klimakatastrophe werden uns länger begleiten als nur zwei, drei Jahre. An unseren Reaktionen auf diese Krisen wird sich unsere Widerstandsfähigkeit als Gesellschaft erweisen.

Welche Welt den Kindern hinterlassen?

Von Corona lernen heißt zusammen lernen. Zusammen sein, digital wie analog, mit gemeinsamen Ideen und Zielen; sich unterstützen; Neues ausprobieren; sich und die Gesellschaft verändern. Das macht stark und Spaß.

Denn am Ende müssen wir uns immer die eine, fundamentale Frage stellen - wie auch bei der Klimakatastrophe: Welche Welt wollen wir unseren Kindern hinterlassen? Arbeiten wir daran, dass wir die Welt besser an die nächsten Generationen übergeben können, als wir sie vorgefunden haben.

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