Sie sind hier:

Britische Studie zu Covid-19 - Mehr schwere Fälle in Gesundheitsberufen

Datum:

Das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, ist in Gesundheitsberufen deutlich erhöht - ebenso das Risiko schwerer Verläufe. Das geht aus einer britischen Studie hervor.

Pflegepersonal auf einer Intensivstation in Cambridge
Pflegepersonal auf einer Intensivstation in Cambridge (Symbolbild)
Quelle: Reuters

Die Gefahr einer schweren Covid-19-Erkrankung ist für Ärzte, Pflegekräfte und Rettungssanitäter einer britischen Studie zufolge wesentlich höher als für Menschen in sogenannten nicht-essenziellen Berufsgruppen.

Deutlich mehr Erkrankungen in Gesundheitsberufen

In Großbritannien ist die Rate siebenmal so groß, wie Epidemiologen der Universität von Glasgow in einer Studie ermittelt haben. Die Forscher verglichen dabei nicht die Zahlen der Corona-Infektionen, sondern nur die der Covid-19-Patienten in britischen Kliniken inklusive der Gestorbenen.

Seit der ersten Corona-Welle ist viel passiert: genug Zeit, um für den Schutz der Verwundbarsten zu sorgen. Die Kritik: Seitdem sei viel zu wenig geschehen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte bereits im September berichtet, dass 14 Prozent aller weltweit gemeldeten Corona-Infektionen auf Menschen in Gesundheitsberufen entfielen. In manchen Ländern liege die Quote gar bei 35 Prozent, obwohl deren Anteil an der Bevölkerung insgesamt in den meisten Ländern bei unter drei Prozent liege.

Das britische Team nutzte unter anderem die UK Biobank, die Einträge zu rund einer halben Million Menschen enthält, sowie britische Corona-Daten aus dem ersten Lockdown, der in Großbritannien von Mitte März bis Ende Juli dauerte.

In Deutschland fehlt es an medizinischem Personal. Die Corona-Krise zeigt, dass eines der teuersten Gesundheitssysteme lange nicht das beste ist. Womöglich droht jetzt sogar der Kollaps.

Beitragslänge:
28 min
Datum:

Schwerere Verläufe bei Gesundheitspersonal

Die Studie im Fachblatt "Occupational & Environmental Medicine" umfasste gut 120.000 Menschen zwischen 49 und 64 Jahren. Über 35.000 (29 Prozent) Menschen übten dabei einen sogenannten essenziellen Beruf aus: Sie arbeiteten im Gesundheitswesen (neun Prozent), im Sozial- und Erziehungswesen oder in den Bereichen Polizei, Transport und Lebensmittelzubereitung. Insgesamt traten bei den Teilnehmern 271 Covid-19-Fälle mit Klinikaufenthalt oder gar Todesfolge auf.

Angehörige des Gesundheitswesens - Ärzte, Apotheker, medizinisches Hilfspersonal, Pflegekräfte und Rettungssanitäter - hatten der Studie zufolge siebenmal häufiger eine schwere Covid-19-Erkrankung als Vertreter nicht-essenzieller Berufe. Beim medizinischen Hilfspersonal war dieses Risiko sogar neunmal höher.

Schutzausrüstung ist essentiell

Die Studie betone die Wichtigkeit adäquater Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen und der Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstung etwa für Menschen im Gesundheitsbereich, schreiben die Autoren.

In Deutschland scheint zumindest die Versorgung mit Schutzkleidung für medizinisches Personal mittlerweile besser zu sein als noch im Frühjahr.

Die Schulung spezieller Corona-Pflegekräfte wird immer wichtiger, um Patiennt versorgen zu können. Bundesweit fehlen etwa 4.000 Fachkräfte.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Das ergaben Mitgliederbefragungen einiger Landesverbände des Marburger Bundes. Diese stellten aber auch fest, dass etwa regelmäßige Pausen für zwei Drittel der Befragten oder mehr gar nicht oder nicht ausreichend möglich seien. Hinzu komme wachsende Personalnot. Jener Stress schade der Gesundheit des medizinischen Personals, wobei Infektionen eine zusätzliche Belastung darstellten.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Im Eingang eines Impfzentrums in Lissabon in Portugal warten Menschen auf ihre Impfung.

Nachrichten | heute journal - Hohe Impfbereitschaft in Portugal 

Portugal impft im Eiltempo, nur 3 Prozent der Bevölkerung will sich nicht impfen lassen. Das liegt nicht nur am Gemeinschaftsgefühl der Portugiesen, oder an der Wucht vergangener Corona-Wellen, …

21.09.2021
von Anne Arend
Videolänge
2 min
Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein gastronomischer Betrieb weist auf einem Schild auf die 3G-Pflicht für den Innenbereich hin. Bei Erreichen von Warnstufen kann nun auch eine 2G-Regelung in Kraft treten. (Archivbild)

Nachrichten | heute - Neue Corona-Maßnahmen in Kraft 

Aus Sorge vor steigenden Infektionszahlen im Herbst gibt es in mehreren Bundesländern schärfere Corona-Regeln. Werden Warnstufen überschritten, könnte es zu 2G-Regelungen kommen.

16.09.2021
von S. Class / L. Schwalb
Videolänge
1 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.