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Glücksatlas 2020 - Lebenszufriedenheit der Deutschen gesunken

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"Die Lebenszufriedenheit in Deutschland befindet sich auf einem Allzeithoch" - so lautete die Schlagzeile vor einem Jahr. Doch dann kam die Corona-Krise.

Der gesunkene allgemeine "Glücksindex" von 6,74 ist eine Folge des Corona-Lockdowns.

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Die Corona-Krise drückt auf die Lebenszufriedenheit - nicht nur gefühlt, sondern nachweisbar. Der diesjährige "Glücksatlas" belegt:

  • Zufriedenheit der Deutschen hat abgenommen: Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerteten die Befragten ihre allgemeine Zufriedenheit in diesem Jahr im Schnitt mit 6,74 Punkten - nach dem bisherigen Höchststand von 7,14 Punkten 2019.
  • Im Westen sind die Menschen unzufriedener: Die Zufriedenheit der Menschen in Westdeutschland sank demnach um 0,42 Punkte und somit stärker als in Ostdeutschland (minus 0,30).
  • Männer sind zufriedener als Frauen: Frauen büßten laut Studie mit minus 0,47 Punkten deutlich mehr an Zufriedenheit ein als Männer (minus 0,33 Punkte).
  • Kein großer Unterschied zwischen Bundesländern: Die glücklichsten Menschen leben wie im Vorjahr der Befragung in Schleswig-Holstein, dort liegt der "Glücksindex" bei 6,92. Schlusslicht bildet Thüringen mit 6,50.

Viele blicken optimistisch in die Zukunft

Der Rückgang sei jedoch moderat, sagte der Personalvorstand der Deutsche Post DHL Group, Thomas Ogilvie. 45 Prozent der Befragten gingen zudem davon aus, dass ihre Lebenszufriedenheit in einem Jahr höher liegen werde als momentan.

Während des Herunterfahrens des öffentlichen Lebens im Frühjahr sei die Zufriedenheit "beträchtlich" zurückgegangen, sagte auch der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen. Besonders stark habe sich dies bei Großfamilien und Familien mit älteren, zu Hause lebenden Kindern gezeigt.

In der Krise zusammengerückt

Die Schließung von Schulen und Kindergärten sei für diese Gruppen die "herbste Pille" gewesen, so Raffelhüschen. Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen habe sich zum Sommer hin auch die Lebenszufriedenheit wieder verbessert.

80 Prozent der Befragten gaben an, sie seien froh, während der Krise in einem Land wie Deutschland zu leben. Dazu tragen laut Ogilvie eine hohe politische und wirtschaftliche Stabilität sowie die soziale und gesundheitliche Absicherung bei, aber auch Faktoren wie Kreativität. Die Hälfte der Befragten beschrieb zudem den Eindruck, dass die Bevölkerung in der Krise zusammengerückt sei.

Vor einem Jahr waren die Deutschen zufriedener denn je. Mehr dazu hier:

Der neue Glücksatlas sieht hohe Lebens-Zufriedenheit. Symbolbild

"Glücksatlas" 2019 -
Deutsche sind zufriedener als je zuvor
 

Die Lebenszufriedenheit in Deutschland befindet sich auf einem Allzeithoch. Das geht aus dem "Glücksatlas" 2019 hervor. Auch der Glücksabstand zwischen Ost und West ist geringer.

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