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Corona-Pandemie in Deutschland - Wo die Inzidenz noch immer über 100 liegt

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Mittlerweile liegen die Inzidenzen in allen Bundesländern unter 50. Nur noch zwei Landkreise und eine Stadt liegen über 100. Besonders gut steht Norddeutschland da.

Thüringen, Hildburghausen: "Maskenpflicht in der Innenstadt" steht auf einem Schild neben dem Rathaus.
Hildburghausen in Thüringen: Hier liegt die Inzidenz aktuell deutschlandweit am höchsten. (Archivbild)
Quelle: dpa

Es sind erfreuliche Nachrichten: Auch in Thüringen liegt die 7-Tage-Inzidenz mittlerweile unter dem Wert von 50. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab für das Bundesland am Sonntag eine Inzidenz von 47,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche an. Damit liegen jetzt alle Bundesländer unter der 50er Marke. Auf den Intensivstationen lagen laut DIVI-Intensivregister zuletzt so wenige Corona-Patienten wie seit Anfang November nicht mehr.

Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag bei 35,2. In Mecklenburg-Vorpommern war die Inzidenz mit 14,7 am niedrigsten.

Landkreise mit den höchsten Inzidenzen

Und wie sieht es in den Landkreisen und Städten aus?

Auch dort zeichnet sich der bundesweite Trend ab: Nur noch drei Landkreise in Deutschland liegen über einem Wert von 100 - zwei davon liegen in Thüringen.

Das sind die Kreise und Städte mit den höchsten Inzidenzen (Stand 30. Mai, 0 Uhr)

  1. Kreis Hildburghausen (Thüringen) 128,2
  2. Stadt Emden (Niedersachsen) 112,2
  3. Kreis Sonneberg (Thüringen) 100,5
  4. Kreis Günzburg (Bayern) 99,2
  5. Kreis Tuttlingen (Baden-Württemberg) 98,0
Sieben-Tage-Inzidenz in allen Bundesländern unter 50
Quelle: ZDF

Warum war Thüringen Corona-Hotspot?

Die hohe Inzidenz in Emden hängt auch mit einem Corona-Ausbruch in einem dortigen Altenheim zusammen. Thüringen galt hingegen seit Monaten als Corona-Hotspot - vor allem die ländlich geprägten Kreise Hildburghausen und Sonneberg. "Wenn Sie sich die Thüringer Zahlen differenziert angucken, fällt eins auf: In den Städten ist die Inzidenz schon deutlich runter und im ländlichen Raum ist sie immer noch viel zu hoch", erklärte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) vor Kurzem im ZDF.

Dass die Infektionszahlen auf dem Land höher seien, erklärt sich Ramelow unter anderem damit, dass sich die Menschen auf dem Land in Thüringen unvorsichtiger verhielten als etwa in den Städten. Auch die relativ gesehen alte Bevölkerung Thüringens spielt beim Blick auf die hohen Inzidenzen eine Rolle.

Thüringens Ministerpräsident Ramelow weist im ZDF-Interview auf ein Stadt-Land-Gefälle bei den Corona-Infektionszahlen hin.

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Landkreise mit den niedrigsten Inzidenzen

Die Liste der Landkreise und Städte mit den niedrigsten Inzidenzen ist sehr norddeutsch geprägt - mit zwei Ausnahmen: den bayerischen Städten Weiden und Amberg.

Das sind die Kreise und Städte mit den niedrigsten Inzidenzen (Stand 30. Mai, 0 Uhr)

  1. Kreis Vorpommern-Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) 4,5
  2. Stadt Weiden in der Oberpfalz (Bayern) 4,7
  3. Stadt Amberg (Bayern) 4,7
  4. Kreis Schleswig-Flensburg (Schleswig-Holstein) 5,5
  5. Kreis Cuxhaven (Niedersachsen) 6,1

Der Rückgang der Inzidenzen wird von Experten unter anderem mit Immunschutz durch Impfungen und durchgemachte Infektionen, wärmeren Temperaturen und Schnelltests bei Schule, Arbeit und Freizeit in Verbindung gebracht.

Öffnungen in den Bundesländern

In mehreren Bundesländern sind weitere Lockerungen vorgesehen, sobald die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region über mehrere Tage hinweg unter 50 liegt. In den Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern entfällt beispielsweise bei einem stabilen Wert von unter 50 bei Sportveranstaltungen, in Theatervorstellungen, Freibädern oder Fitnessstudios die Pflicht zur Vorlage eines negativen Corona-Tests.

Nach den Pfingstferien Anfang Juni kommt es bei einer Inzidenz unter 50 auch in den bayerischen Schulen zu weiteren Lockerungen.

Präsenzunterricht, Hotelöffnungen und Indoor-Konzerte: Wegen sinkender Corona-Zahlen lockern viele Bundesländer in den kommenden Tagen ihre Regeln.

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Auch in den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ist in Regionen mit einem solchen Inzidenzwert mehr möglich.

In hessischen Landkreisen gilt bei einem Wert unter 50 die zweite Öffnungsstufe des Landes: Dann können sich wieder mehr Menschen im privaten Kreis treffen. Cafés und Restaurants dürfen Gäste - unter Auflagen - auch drinnen empfangen, und Schüler aller Jahrgangsstufen können zum Unterricht zurück in die Klassenräume, allerdings mit Corona-Tests.

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