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Corona-Hotspot Hildburghausen - Massentests für Kinder und Erzieher

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Im Corona-Hotspot Hildburghausen gilt aufgrund der hohen Infektionszahlen weiterhin ein harter Shutdown. Massentests sollen nun in Schulen und Kitas zu Lockerungen führen.

ZDF-Reporterin Melanie Haack berichtet aus dem thüringischen Hildburghausen, wo die Corona-Infektionszahlen so stark angestiegen sind, dass nun Massentests eingesetzt werden.

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Im Corona-Hotspot Hildburghausen können sich erstmals in Deutschland alle Kindergarten- und Schulkinder sowie ihre Erzieher auf das Coronavirus testen lassen. Die Aktion beginnt am Dienstag in einem Kindergarten in der Stadt Hildburghausen.

Harter Shutdown in Hildburghausen

Etwa ein Drittel der Kinder aus den städtischen Kindergärten und die Mehrheit der Erzieherinnen und Erzieher wolle sich an dem freiwilligen Schnelltest beteiligen, sagte Bürgermeister Tilo Kummer (Linke) der Deutschen Presse-Agentur.

Der Landkreis Hildburghausen hat einen Inzidenz-Wert von 519 Neuinfektionen erreicht. Deswegen sind von heute an freiwillige Massentests in Thüringen geplant.

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Wegen der Ende November explosionsartig gestiegenen Infektionszahlen gilt im gesamten Kreis Hildburghausen seit dem vergangenen Mittwoch ein harter Shutdown. Auch Schulen und Kindertagesstätten sind geschlossen. Es gibt jedoch eine Notbetreuung.

Inzidenzwert liegt bei 579

Am Wochenende wurden die Beschränkungen nochmals verschärft. Der Kreis im Süden Thüringens wies zu Wochenbeginn nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts erneut die bundesweit höchsten Infektionswerte auf.

Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - lag bei 579; ebenso wie im zweiten Hotspot, der niederbayerischen Stadt Passau.

Stadt stellt 11.000 Tests zur Verfügung

Nach Angaben des Landratsamtes Hildburghausen können sich etwa 8.000 Kita- und Schulkinder, etwa 1.000 Pädagogen sowie Mitarbeiter aus Bildungseinrichtungen freiwillig testen lassen. Dafür würden die Voraussetzungen geschaffen - insgesamt 11.000 Tests seien bestellt. Wie viele Menschen das Angebot annehmen, ist offen. Am Montag hieß es, es gebe bisher etwa 2.000 Rückmeldungen von Testwilligen.

Tilo Kummer, Bürgermeister von Hildburghausen

Bürgermeister von Hildburghausen -
"Corona-Regeln sind kein Spiel"
 

Für die kommende Woche sind im thüringischen Hildburghausen weitere Corona-Proteste angekündigt. Der Bürgermeister mahnt, nicht die Regeln zu brechen.

Hildburghausens Bürgermeister kündigte an, dass es für die Kinder, die negativ auf das Virus getestet seien, bereits am Mittwoch wieder eine reguläre Betreuung geben könnte. "Vorausgesetzt, wir haben ausreichend negativ getestetes Personal zur Verfügung", sagte Kummer. Er könne sich vorstellen, dass das Testangebot in den kommenden Tagen wiederholt werde, so das Stadtoberhaupt.

Demonstrationen gegen Shutdown in Hildburghausen

Gegen den Shutdown hatte es eine unangemeldete Demonstration mit einigen hundert Teilnehmern gegeben. Nicht alle hielten sich an die Infektionsschutzregeln. Das Landratsamt reagierte mit einem Versammlungsverbot, das seit diesem Sonntag gilt.

Nach dem Protest Hunderter in Hildburghausen gegen die lokalen Regeln ist die Stimmung dort angespannt. Der thüringische Landkreis hat die derzeit höchste Inzidenzzahl Deutschlands, weshalb dort strengere Maßnahmen gelten als im Rest der Bundesrepublik.

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Versammlungen können nur im Einzelfall und auf Antrag genehmigt werden, wenn sie infektionsschutzrechtlich vertretbar sind und vier Tage vorher angemeldet wurden. Zudem gilt in der Innenstadt von Hildburghausen eine allgemeine Maskenpflicht.

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