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Impfungen gegen Coronavirus - EU bei Impfbereitschaft unter Durchschnitt

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Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, muss sich 2021 ein Großteil der Bevölkerung gegen Covid-19 impfen lassen. Die Bereitschaft dazu ist in vielen EU-Staaten noch zu niedrig.

Nach den Feiertagen sollen die ersten Corona-Impfungen beginnen. Vielerorts, wie zum Beispiel in Berlin, werden die letzten Vorbereitungen getroffen.

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Ganz Europa diskutiert aktuell darüber, wie man die EU-weit am 27. Dezember beginnende Impfkampagne gegen das Coronavirus am besten umsetzt. Das Thema Impfskepsis kommt dabei nicht nur in Deutschland auf.

"Impfbereitschaft ist die nächste Hürde", so ein Fazit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Anfang Dezember zum aktuellen Stand der Pandemiebekämpfung.

Europas Impfbereitschaft liegt unter Weltniveau

Das Marktforschungsunternehmen Ipsos fand heraus, dass sich in den EU-Staaten teils deutlich weniger Menschen gegen Covid-19 impfen lassen möchten als in anderen Weltregionen.

Durchschnittlich 73 Prozent der 18.500 weltweit Befragten gaben im Oktober an, sich gegen das Coronavirus impfen lassen zu wollen. In Frankreich waren es lediglich 54 Prozent, in Spanien 64 Prozent, in Italien 65 Prozent, in Deutschland 69 Prozent.

Verglichen mit einer Befragung drei Monate zuvor sind die Werte laut Ipsos sogar gesunken. Besonders hoch war die Bereitschaft in beiden Erhebungen in Indien, China und Südkorea.

Corona-Lage in Deutschland - RKI: Schwere Wochen stehen bevor 

Weil die Gesundheit das Wichtigste sei, richtet das RKI einen eindringlichen Appell an die Menschen: Über die Feiertage sollen Kontakte eingeschränkt werden. Die Lage sei ernst.

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Durchbruch bei Covid-Impfstoff hat Bereitschaft nicht erhöht

Im November veröffentlichten mehrere Hersteller erste Ergebnisse zur Wirksamkeit ihrer Impfstoffe – die weltweite Reaktion darauf war beinahe euphorisch. Dass mehr Details über Impfstoffe und Zulassungsverfahren jedoch nicht automatisch auch zu einer steigenden Akzeptanz führen, zeigen die jüngsten europäischen Vergleichswerte.

Laut Mitte bis Ende November erhobenen Daten des Imperial College London zeigten sich lediglich 35 Prozent der befragten Franzosen, 41 Prozent der befragten Spanier und 50 Prozent der befragten Deutschen bereit, sich im kommenden Jahr gegen Covid-19 impfen zu lassen.

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Die Studie hielt auch fest, dass diese Überzeugungen jedoch oft kaum gefestigt seien und durch gezielte Kommunikationsstrategien gut beeinflusst werden könnten. Europaweite Meinungsdaten, wie sich die Zulassung des Pfizer/Biontech-Impfstoffes durch EU-Kommission und Europäische Arzneimittelagentur (EMA) am Montag auswirkt, gibt es noch nicht.

Zum Erreichen einer Herdenimmunität wird ein Immunisierungsgrad der Bevölkerung von 60 Prozent und mehr benötigt.

Vorteile für Corona-Geimpfte? Befürworter der Impfung sehen darin einen sinnvollen Anreiz, Gegner hingegen eine Impfpflicht durch die Hintertür. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Corona-Impfungen in Deutschland beginnen.

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Kampagnen von Impfgegnern haben Einfluss

Eine zentrale Erklärung für niedrige Impfbereitschaft ist die Verbreitung von impfkritischen Inhalten in den sozialen Medien. Eine Studie im medizinischen Fachjournal "The BMJ" fand einen direkten Zusammenhang zwischen Desinformationskampagnen in den sozialen Medien zum Impfen und niedrigeren Impfraten. Um deren Einfluss zu reduzieren verbot Facebook etwa im Oktober Werbeanzeigen von Impfgegnern.

Aktuell existiert in keinem EU-Staat eine Impfpflicht für einen Covid-19-Impfstoff. Doch Impfskeptiker und manche Medizinethiker warnen vor einer Verpflichtung durch die Hintertür – etwa mit Sonderregelungen für bestimmte Berufs- und Risikogruppen.

Am Mittwoch verschob die französische Regierung ein solches Gesetzesvorhaben. Der von Premierminister Jean Castex präsentierte Vorschlag hätte ermöglicht, dass der Zugang zu Transportmitteln, bestimmten Orten und die Ausübung bestimmter Tätigkeiten nur nach Impfung oder Vorlage eines negativen Testergebnisses möglich wäre.

Dagegen hatte vor allem die rechte Opposition von Marine Le Pen protestiert. Jetzt soll das Parlament erst in einigen Monaten über die Pläne sprechen.

Nur etwa die Hälfte aller Franzosen möchte sich gegen das Coronavirus impfen lassen, in Frankreich gibt es mehr Impfgegner als in Deutschland oder anderen europäischen Ländern. Dies liegt am starken Misstrauen gegenüber der Pharmaindustrie, aber auch …

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

An einer Nadelspitze neben dem Oberarm es Patienten hängt ein Tropfen.

Corona-Debatte bei Lanz - Stiko: Impf-Zulassung für Kinder ab 5 kommt  

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Die Stiko kündigt die Zulassung eines Kinderimpfstoffs ab fünf Jahren an. Es gibt auch schon einen konkreten Zeitplan für Dezember. Allerdings bleiben die Risiken vorerst ungewiss.

von Sebastian Lang
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