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Debatte um Impfempfehlung - Das müssen Sie zu Impfungen für Kinder wissen

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Eine Debatte, die spaltet: Sollten Kinder und Jugendliche generell gegen Corona geimpft werden? ZDFheute mit einem Überblick zu den wichtigsten Fragen.

Sachsen-Anhalt, Dessau-Roßlau: Ein 14-jähriges Mädchen (r) wartet nach seiner Impfung gemeinsam mit den Eltern im Impfzentrum in Dessau-Roßlau.
Sachsen-Anhalt, Dessau-Roßlau: Ein 14-jähriges Mädchen (r) wartet nach seiner Impfung gemeinsam mit den Eltern im Impfzentrum in Dessau-Roßlau.
Quelle: dpa

Keine Impfdebatte wird so heiß geführt wie die um die Impfung von Kindern und Jugendlichen gegen Corona. Bislang hat die Ständige Impfkommission (Stiko) noch keine generelle Empfehlung für die Impfung ausgesprochen. Ein Überblick zu den wichtigsten Fragen rund um die Impfung in dieser Altersgruppe:

Welche Impfstoffe sind für Kinder und Jugendliche zugelassen?

Bisher sind die mRNA-Impfstoffe Comirnaty von Pfizer/Biontech und Spikevax von Moderna zugelassen für die Impfung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren.

Wie viele Kinder und Jugendliche sind deutschlandweit geimpft?

Ende Juli waren etwa 800.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland, also knapp 20 Prozent der 4,5 Millionen 12- bis 17-Jährigen, einmal und gut zehn Prozent aus dieser Altersgruppe zweimal gegen SARS-CoV-2 geimpft.

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Die Nebenwirkungen sind in den aktuellen Beipackzetteln der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffen vermerkt. Vordergründig handelt es sich dabei um Lokalreaktionen an der Einstichstelle, um ein Druckgefühl im Oberarm der Impfseite. Möglich sind auch systemische Nebenwirkungen, die eher nach der zweiten Impfung mit Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen für ein bis zwei Tage nach der Impfung auftreten können.

Die Politik setzt bei der Impfkampagne nun vermehrt auf Kinder und Jugendliche – dabei sind die weniger gefährdet und keine Pandemietreiber, sagen die STIKO-Fachleute.

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Sehr selten treten - eher bei Jungen als bei Mädchen - meist milde Myo- und Perikarditiden, also Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen, auf. Eine Impfung gegen Corona wiederum verhindert Herzmuskelentzündungen, die durch eine SARS-CoV-2 Infektion selbst auftreten können. Herzmuskelentzündungen treten bei oder nach einer Corona-Infektion drei bis sechs Mal häufiger auf.

Wie handhaben andere Länder das Impfen von Kindern ab 12 Jahren?

Andere Länder, vor allem die USA und Israel, haben hier durch breite Impfprogramme in dieser Altersgruppe die Erfahrungen sowie die Beobachtung der seltenen Herzmuskelentzündungen gesammelt. Auf diese können sich die Ärzte in Deutschland nun beziehen.

Dass die Stiko zunächst eine Empfehlung nur für Jugendliche mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf ausgesprochen hat, war zum Teil mit der Vorsicht vor seltenen Nebenwirkungen begründet. Andere europäische Länder geben inzwischen angesichts wieder steigender Zahlen eine allgemeine Empfehlung.

Die Stiko argumentiere nicht gegen eine Impfung von Jugendlichen, so Stiko-Mitglied Prof. Zepp. Viel mehr sehe man den Vorteil für Jüngere noch nicht so eindeutig wie die Politik.

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Was spricht für Impfungen von Kindern ab 12 Jahren?

Nach dem Studium der aktuellen Daten überwiegen laut Fachärzten die individuellen und gesamtgesellschaftlichen Vorteile der Impfung gegenüber den seltenen Nebenwirkungen von 12- bis 17-Jährigen. Die Impfung ist hilfreich, um Erkrankungszahlen, Krankenhausaufnahmen sowie das Pädiatrische Inflammatorische Multiorgan-Syndrom (PIMS) zu verhindern. In erster Linie sollten jedoch vor allem noch mehr Erwachsene geimpft werden.

Was spricht gegen Impfungen von Kindern ab 12 Jahren?

Es ist wichtig, sich die Daten genau anzusehen und Ausschau nach möglichen seltenen Nebenwirkungen zu halten. Daher könnte es ratsam sein, auf die unabhängige Bewertung durch die Stiko zu warten. Diese rät momentan nicht von einer Impfung ab, schränkt sie aber noch auf den Kreis von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren mit bestimmten Risikofaktoren und Vorerkrankungen ein. Wenn der Stiko ausreichend neue Daten vorliegen beziehungsweise sie diese ausgewertet hat, wird sie ihre Empfehlung aussprechen und die Fachärzte beraten.

Die Fragen beantwortete Dr. Robin Kobbe vom UKE Sektion Infektiologie.

Niedersachsen, Hannover: Die Geschwister-Impflinge Hugo (12 Jahre) und Urs (13 Jahre) blättern vor ihrer Impfung am Impfzentrum auf dem Messegelände in ihren Impfbüchern. Bei einer landesweiten Impfaktion für Kinder und Jugendliche wurden rund 27 000 Impfdosen gegen das Coronavirus für den Aktionstag reserviert. (Archivbild)
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