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Kritik am Impfstart - Wie kommt Europa mit dem Impfen voran?

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Zum Impfstart hagelte es in Deutschland viel Kritik: Zu langsam, zu chaotisch. Aber das ist kein Einzelfall in Europa - ein Land hat sogar erst am Mittwoch angefangen zu impfen.

Medizinisches Personal verabreicht einer Frau eine Corona-Impfung in Veghel am 06.01.2021.
Impfstart in den Niederlanden: Hier dauerte es besonders lange.
Quelle: reuters

Die Impfkampagne ist in Deutschland eher schleppend angelaufen - über 400.000 Menschen wurden geimpft. Die Bundesregierung musste sich viel Kritik anhören. Ein Blick über die Grenzen zeigt: In anderen Staaten sieht es ähnlich aus.

Großbritannien

Die Briten haben beim Impfen im Vergleich zur EU bislang die Nase vorn: Der Impfstoff von Biontech und Pfizer war schon Anfang Dezember per Notfallzulassung freigegeben worden. Am 8. Dezember wurde die erste Britin geimpft. Bislang sind nach Angaben der Regierung mehr als 1,3 Millionen Menschen gegen Corona geimpft worden.

Als erstes Land weltweit impft Großbritannien mit dem Corona-Mittel des Herstellers AstraZeneca. Die ersten Impfungen begannen am Montag.

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Italien

Auch Italien verabreichte am 27. Dezember die ersten lang ersehnten Impfdosen von Pfizer-Biontech. Nach dem Start wurde jedoch direkt Kritik laut, dass die Impfungen zu langsam anliefen. Um den Jahreswechsel fehlten in einigen Regionen laut Medienberichten außerdem Ärzte und Krankenhauspersonal, um die Impfungen zu verabreichen.

Die Kampagne nahm im neuen Jahr jedoch Fahrt auf. Insgesamt wurden bis Freitagvormittag rund 412.600 Corona-Impfungen gespritzt - der Großteil ging an Bedienstete im Gesundheitswesen.

Frankreich

In der ersten Woche nach dem Impfstart am 27. Dezember gab es in Frankreich Medien zufolge nur einige Hundert Impfungen. Frankreichs Impfkampagne sah vor, im Januar und Februar erst einmal ältere Menschen in Pflegeheimen und älteres Personal vor Ort zu impfen. Das sei logistisch schwierig, verteidigten die Behörden das schleppende Tempo.

Die französische Regierung hatte eine Million Impfungen bis Ende Januar versprochen. In den ersten sechs Tagen wurden nur 516 Menschen geimpft.

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Belgien

Nach einem einwöchigem Testlauf Ende Dezember hat Belgien in dieser Woche angekündigt, großflächig mit Impfungen gegen das Coronavirus beginnen zu wollen. Bis zum Spätsommer sollen laut Plan 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden, womit eine flächendeckende Immunität erreicht werden soll. Zunächst hatten nur rund 700 Freiwillige in einigen Pflegeheimen Impfschutz erhalten.

Spanien

Auch in Spanien sorgt der langsame Start der Corona-Impfkampagne für große Empörung. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren vom Impfstart am 27. Dezember bis Donnerstag nur knapp 28 Prozent der erhaltenen Dosen verabreicht worden - rund 207.000 von insgesamt 743.925 Einheiten.

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Österreich

Nach den ersten Impfungen am 21. Dezember in Österreich wurden bis Anfang der Woche rund 6.800 Menschen in Altenheimen geimpft - auch bezogen auf die Einwohnerzahl ein Bruchteil der bisherigen deutschen Bilanz. Nach massiver öffentlicher Kritik an der langsamen Umsetzung wurde der großflächige Impfstart, der ursprünglich für den 12. Januar geplant war, vorgezogen. Noch in dieser Woche sollen über 21.000 Impfungen stattfinden, bis kommenden Dienstag dann weitere 43.000.

Niederlande

Als allerletztes Land der EU starteten die Niederlande am vergangenen Mittwoch mit der Impfung. Doch erst ab dem 15. Januar sind tatsächlich auch alle 25 Impfzentren im ganzen Land einsatzbereit. Dabei lagert seit Weihnachten der Impfstoff ungenutzt in einer Halle - zuletzt waren es rund 280.000 Dosen. "Impfchaos" und "totales Versagen" hatten Parlament und Öffentlichkeit der Regierung vorgeworfen.

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