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AstraZeneca setzt Impfstoff-Tests fort

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Britischer Pharmakonzern - AstraZeneca setzt Impfstoff-Tests fort

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Die Suche nach einem Corona-Impfstoff ist langwierig, teuer und mühselig. Bei AstraZeneca geht es nach einem Stopp erst einmal weiter.

Pharmakonzern AstraZeneca (Archiv)
Die Oxford-Universität arbeitet mit dem Pharmakonzern AstraZeneca zusammen.
Quelle: Dan Himbrechts/AAP/dpa

Nach dem kurzzeitigen Stopp der klinischen Prüfung sind die Tests zu einem aussichtsreichen Corona-Impfstoff-Kandidaten der Universität Oxford und des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca in Großbritannien fortgesetzt worden.

Man habe die Testreihe forgesetzt, nachdem die britische Gesundheitsbehörde erklärt habe, dass die Sicherheit gewährleistet sei, teilte AstraZeneca am Samstag mit. In anderen Ländern stehen die notwendigen Genehmigungen noch aus.

Tests waren eine Woche zuvor gestoppt worden

Ein Bild erklärt, was genau in den vier Phasen der Impfstoffentwicklung passiert

Die Tests waren, eine Woche zuvor, weltweit gestoppt worden, nachdem ein Teilnehmer gesundheitliche Probleme gezeigt hatte. Das sei ein routinemäßiger Ablauf, der bei großen Testreihen immer wieder auftrete, teilte der Hersteller mit. Wie schon zuvor machte AstraZeneca auch am Samstag keine Angaben zur Erkrankung des Patienten.

Die Sicherheit der Testteilnehmer habe oberste Priorität, teilte das Unternehmen mit. Man arbeite daher überall mit den nationalen Behörden zusammen und setze die Tests nur fort, wenn diese dort als sicher freigegeben würden. Bei der Überprüfung geht es letztlich darum, festzustellen, ob die gesundheitlichen Probleme des Studienteilnehmers vom Impfstoff ausgelöst wurden.

Das Vakzin AZD1222 zählte bisher zu den aussichtsreichen Kandidaten unter den potenziellen Corona-Impfstoffen. In den USA hatte bereits die wichtige Testphase III der klinischen Prüfung mit mehreren Zehntausend Teilnehmern begonnen.

Darin wird untersucht, ob eine Vakzine tatsächlich gegen Infektionen hilft. Mit dem Biontech-Konkurrenten AstraZeneca hat die EU-Kommission bereits einen Vertrag über die Lieferung von bis zu 400 Millionen Impfstoff-Dosen geschlossen.

Schon im Juli eine Teilnehmerin krank

Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Tests des Impfstoff offenbar nicht zum ersten Mal gestoppt wurden, sondern bereits zuvor, als im Juli eine Teilnehmerin erkrankt war.

Die Universität Oxford bestätigte, dass die Impfstudie sowohl in Großbritannien als auch in den USA, Brasilien und Südafrika unterbrochen wurde. Ein Zusammenhang mit dem Impfstoff wurde jedoch ausgeschlossen.

Pfizer und Biontech wollen Studie ausweiten

Unterdessen haben der US-Pharmakonzern Pfizer und das Mainzer Biotech-Unternehmen Biontech angekündigt, ihre Studie für einen Impfstoff ausweiten zu wollen. Der US-Arzneimittelaufsicht FDA sei zugesagt worden, die Phase-3-Studie mit 44.000 Teilnehmern durchzuführen, teilen beide Firmen mit.

Bislang war von 30.000 Probanden die Rede gewesen, Diese Zahl sollte in der kommenden Woche erreicht werden. Pfizer und Biontech bekräftigten, bei erfolgreichen Ergebnissen solle bereits im Oktober die Zulassung des Impfstoffs beantragt werden.

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