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Corona-Impfungen : Welches Vakzin wann zur Verfügung steht

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Coronavirus-Mutanten könnten neue Ansteckungswellen auslösen. Eine hohe Zahl Geimpfter könnte das verhindern, sagen Virologen. Doch wann stehen welche Impfstoffe zur Verfügung?

Wann werden welche Corona-Impfstoffdosen von welchem Hersteller in welcher Menge geliefert? Von der Antwort auf diese Frage hängen viele politische Entscheidungen ab. Und so gibt es ein Papier des Bundesministeriums für Gesundheit, das auch ZDFheute bekannt ist, mit vorläufigen Schätzungen zu dieser Frage. Vorläufig, denn:

Die konkreten Liefertermine und Liefermengen von Covid-19-Impfstoffen hängen von zahlreichen Faktoren ab.
Quelle: Papier aus Regierungskreisen

Zu diesen Faktoren zählen laut Papier insbesondere:

  • Verlauf der klinischen Prüfungen,
  • Ergebnis des behördlichen Zulassungsverfahrens,
  • Produktionsprozess,
  • Lieferketten der Ausgangsstoffe,
  • Ergebnisse der Qualitätskontrollen.

Stetig Impfstoff-Kooperationen

Ein weiterer Faktor, der Prognosen relativiert, ist die Herstellung der Impfstoffe an sich. So kann es immer wieder Lieferengpässe geben, wie jüngst von Pfizer/Biontech bzw. Astrazeneca angekündigt. [Bund und Länder beraten beim Impfgipfel über Verbesserungen bei der Impfstrategie. Die Pressekonferenz mit den Ergebnissen hier verfolgen.]

Umgekehrt werden zunehmend Kooperationen beschlossen: So meldete am Montag auch der Bayer-Konzern, die Anfang Januar verlautbarte Zusammenarbeit mit dem Tübinger Impfstoffproduzenten Curevac weiter auszubauen. Und der französische Pharmakonzern Sanofi verkündete vor einer Woche, dem Mainzer Unternehmen Biontech Zugang zu seiner Produktionsinfrastruktur gewähren zu wollen. [Welche Länder weltweit wieviele Impfdosen bestellen, lesen Sie hier.]

Wo aktuell in Deutschland Impfstoffe bzw. Zulieferungen für die Vakzinproduktion hergestellt werden, sehen Sie in dieser Karte:

ZDFheute Infografik

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Voraussichtliche Lieferzeiten für Corona-Impfstoffe

Eine mögliche Ausweitung der Vakzin-Produktion ist in den Berechnungen des Bundes noch nicht enthalten. Aufgrund der derzeit vorliegenden Lieferverträge geht das Gesundheitsministerium von folgendem Lieferszenario aus:

Erstes Quartal 2021:

  • 10,9 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer
  • 1,8 Millionen Dosen von Moderna
  • 5,6 Millionen Dosen von Astrazeneca

Also insgesamt 18,3 Millionen.

Zweites Quartal 2021:

  • 40,2 Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer
  • 6,4 Millionen Dosen von Moderna
  • 16,9 Millionen Dosen von Astrazeneca
  • 10,1 Millionen Dosen von Johnson & Johnson - EMA-Zulassung vorausgesetzt
  • 3,5 Millionen Dosen von Curevac, sofern EMA-Zulassung erfolgt

Das wären dann noch einmal insgesamt 77,1 Millionen.

Drittes Quartal 2021:

  • 34,7 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer
  • 26,7 Millionen Impfdosen von Moderna
  • 33,8 Millionen Dosen von Astrazeneca
  • 22,0 Millionen von Johnson & Johnson
  • 9,4 Millionen von Curevac

Das heißt insgesamt weitere 126,6 Millionen.

Viertes Quartal 2021:

  • 13,5 Millionen von Biontech/Pfizer
  • 44,9 Millionen von Moderna
  • 4,8 Millionen von Johnson & Johnson
  • 11,7 Millionen von Curevac
  • 27,5 Millionen von Sanofi, sofern die EMA-Zulassung erfolgt

Das wären dann insgesamt noch einmal 102,2 Millionen Impfstoffdosen.

In Summe macht das 324,2 Millionen Impfdosen für die etwa 83 Millionen Einwohner Deutschlands bis Ende des Jahres - wenn alles so kommt, wie vertraglich beschlossen, und wenn die Impfstoffe auch vor den Coronavirus-Mutanten schützen, die bis dahin noch entstehen könnten.

Zu sehen ist ein Corona-Virus mit den erkennbaren Spike-Proteinen.
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