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Gebremste Virusübertragung? : Infektiologe: Studie zu Astrazeneca macht Mut

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Kann der Impfstoff von Astrazeneca die Übertragung des Coronavirus bremsen? Der Infektiologe Leif Erik Sander ist optimistisch - und tritt gleichzeitig auf die Bremse.

Der Infektiologe Leif Erik Sander hat sich im ZDF heute journal optimistisch gezeigt, dass der Impfstoff von Astrazeneca möglicherweise die Übertragung des Coronavirus verhindern kann. Wie aus einer britischen Studie hervorgeht, verringert das Vakzin die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung auf Dritte. Sander forscht an der Berliner Charité auch zu Impfstoffen.

In der britischen Studie haben PCR-Tests bei einer zufälligen Stichprobe von Geimpften in Großbritannien gezeigt, dass der Impfstoff das Risiko einer Übertragung um rund 67 Prozent verringere.

Eine Corona-Impfung bedeutet noch keine Sicherheit

"Das sind auf jeden Fall gute Ergebnisse, die wir auch so ein bisschen so erwartet haben", so Sander. Es handele sich bei der britischen Studie um eine Zusammenfassung von vier verschiedenen Studien zum Astrazeneca-Impfstoff. Sie zeigten

  • wie sich die Wirksamkeit des Impfstoffs auch nach verschiedenen Impf-Intervallen verhalte
  • und ob auch geimpfte Personen Corona-positiv werden können, ohne dass sie krank würden.

"Und da deuten sich ganz gute Trends an", sagt Sander. Dennoch dämpfte der Infektiologe die Erwartungen: Noch sei nicht sicher, dass alle geimpften Personen das Coronavirus nicht mehr übertragen könnten.

"Es hat sich für mich noch nicht geklärt", sagte Sander. Die Studie habe gezeigt, dass 50 bis 60 Prozent der geimpften Probanden später nicht mehr Corona positiv gewesen seien.

50, 60 Prozent sind keine hundert Prozent. Und dafür braucht es auch noch mehr Untersuchungen, auch im echten Leben außerhalb von Studien.
Infektiologe Leif Erik Sander

Effekt wohl nicht nur bei Astrazeneca

Der Forscher glaubt, dass auch andere Impfstoffe verhindern könnten, dass Geimpfte das Coronavirus weiter übertragen können:

Diesen Effekt wird bei den verschiedenen Impfstoffen zu sehen sein. Die Frage ist, ob er bei allen gleich ausgeprägt ist.
Infektiologe Leif Erik Sander

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21 min
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Auch die Virus-Mutationen könnten teils gut mit Impfstoffen behandelt werden, ist sich Sander sicher. Zumindest die britische Mutante: "Da scheint es so zu sein, dass die Impfstoffe doch gut wirken. Ewas mehr Sorgen machen uns die Varianten, die man in Südafrika und auch in Brasilien nachgewiesen hat." Aktuelle Daten hätten gezeigt, dass Impfstoffe von Novavax, aber auch von Johnson und Johnson bei diesen Mutanten schwächer wirken.

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