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Gesundheitsministerin entsetzt - Niedersachsen: Kochsalzlösung statt Impfstoff

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Eine DRK-Mitarbeiterin in Niedersachsen soll in mehreren Fällen Corona-Impfstoff gegen eine Kochsalzlösung ausgetauscht haben. Gesundheitsministerin Behrens reagiert entsetzt.

Corona-Impfung in einem Impfzentrum in Essen.
Quelle: Fabian Strauch/dpa/Archivbild

Eine Mitarbeiterin in dem niedersächsischen Impfzentrum Friesland soll in sechs Fällen Biontech/Pfizer-Impfstoff durch eine Kochsalzlösung ausgetauscht haben. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) reagierte entsetzt.

Mitarbeiterin griff wegen zerbrochener Ampulle auf Kochsalzlösung zurück

Wie die Polizei mitteilte, habe die Frau angegeben, eine zu Boden gefallene Ampulle des Impfstoffs mit der Kochsalzlösung ersetzt zu haben. Die Verdächtige habe die Spritzen mit der Lösung aufgezogen, weil sie über die heruntergefallene Ampulle nicht habe informieren wollen. Für die mit der Kochsalzlösung geimpften Personen besteht laut Polizeiangaben keine Gesundheitsgefährdung.

Dennoch seien Ermittlungen gegen die Mitarbeiterin des DRK-Kreisverbandes Jeverland wegen eines möglichen Körperverletzungsdeliktes aufgenommen worden. Die Frau habe am Samstag einer Kollegin von dem drei Tage zurückliegenden Vorfall erzählt.

Der Astrazeneca-Impfstoff soll vor allem bei über 60-Jährigen eingesetzt werden. Doch immer mehr Bundesländern geben ihn - in Arztpraxen - für alle Altersgruppen frei.

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Niedersachsen: Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln

Ich bin fassungslos und erschüttert über die Handlungen dieser Frau. Es handelt sich um ein schweres Vergehen.
Daniela Behrens, niedersächsische Gesundheitsministerin

Jetzt liege es bei Polizei und Staatsanwaltschaft, "diese abscheuliche Tat" gemeinsam mit den verantwortlichen Akteuren des Landkreises Friesland aufzuklären, sagte Behrens in Hannover. Unterstützung gebe es dabei von den Experten des Landesgesundheitsamtes und des Sozialministeriums.

Daniela Behrens
Daniela Behrens (SPD), Gesundheitsministerin in Niedersachsen, kritisiert das Verhalten der DRK-Mitarbeiterin scharf.
Quelle: dpa
Im Mittelpunkt stehen die betroffenen Menschen, die in der Dienstzeit der Verdächtigen geimpft worden sind.
Daniela Behrens

Ein Antigentest am 5. Mai soll klären, wer von den etwa 200 Personen, die am Mittwoch vormittags geimpft wurden, kein Vakzin erhalten hat. Sie sollen am 12. Mai geimpft werden. Der DRK-Mitarbeiterin wurde nach Angaben des DRK-Kreisverbandes inzwischen fristlos gekündigt.

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von Jan Schüßler

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