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Kampf gegen Corona - Novavax-Impfstoff fast 90 Prozent wirksam

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Der US-Konzern Novovax meldet, sein Impfstoffkandidat schütze zu 89,3 Prozent vor Covid-19. Das Mittel, das an 15.000 Probanden getestet wurde, wirkt auch gegen Virus-Mutanten.

Im Kampf gegen Corona liegt viel Hoffnung auf Impfungen. Ein neues Vakzin verspricht nun effektiveren Schutz als die bislang bekannten Präparate.

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Der US-Pharmakonzern Novavax meldet nach Abschluss der dritten und letzten Testphase bei Probanden in Großbritannien für seinen Corona-Impfstoff eine Wirksamkeit von 89,3 Prozent gegen Covid-19. Laut Studie wirkt das Mittel auch gegen Varianten des Virus - wenn auch nicht ganz so gut.

Novavax weniger wirksam bei Mutanten

Das Vakzin könne bei der Bewältigung der Pandemie eine "wichtige Rolle" spielen, erklärte Novavax-Chef Stanley Erck. Das Novavax-Mittel zeigte nach Angaben des Unternehmens eine hohe Wirksamkeit gegen die Coronavirus-Mutante mit der Bezeichnung B.1.1.7., die zuerst in Großbritannien identifiziert worden war und die besonders ansteckend ist.

Bei früheren Formen des Virus zeigte das Präparat demnach eine Wirksamkeit von 95,6 Prozent, bei B.1.1.7. eine geschätzte Effektivität von 85,6 Prozent. An den Tests in Großbritannien hatten 15.000 Menschen im Alter von 18 bis 84 Jahren teilgenommen.

Deutlich niedriger ist die Wirksamkeit des Novavax-Impfstoffkandidaten hingegen offenbar bei einer zuerst in Südafrika festgestellten Virus-Mutante, die als besonders ansteckend gilt. Eine kleinere Studie in Südafrika mit rund 4.400 Probanden zeigte eine Effektivität des Mittels von nur 49,4 Prozent.

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von Nils Metzger

Johnson plant 60 Millionen Dosen zu bestellen

Diese Tests hatten zwischen September und Mitte Januar stattgefunden - fielen also in eine Phase, in der sich die Mutante mit dem Namen B.1.351 stark in dem Land auszubreiten begann.

Der britische Premierminister Boris Johnson zeigte sich erfreut über die Ergebnisse der Novavax-Tests. Die britischen Aufsichtsbehörden würden das Mittel nun prüfen. Bei einer Zulassung werde die britische Regierung 60 Millionen Impfdosen bestellen.

EMA entscheidet über Astrazeneca-Zulassung

Auch die EU fasst ihre Belieferung durch Novavax ins Auge. In der Europäischen Union zugelassen sind bislang die Corona-Vakzine der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer sowie des US-Konzerns Moderna.

An diesem Freitag entscheidet die europäische Arzneimittelbehörde EMA über eine Zulassungsempfehlung für den Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca. Die Mittel von Astrazeneca wie auch jenes von Novavax haben den Vorteil, dass sie nicht bei so niedrigen Temperaturen gelagert werden müssen wie die anderen bisherigen Impfstoffe.

Die Welt hofft auf neue Vakzine

Für das Astrazeneca-Vakzin gibt es jedoch offenbar nicht genug Daten zur Wirksamkeit bei älteren Menschen. Deshalb soll es bei einer Zulassung in Deutschland voraussichtlich nur an Menschen unter 65 Jahre verabreicht werden.

Wissenschaftler und Verantwortliche in der Politik treibt die Frage um, ob zugelassene und kommende Impfstoffe die besorgniserregenden Mutanten abwehren können. Angesichts von Engpässen bei bestellten Dosen hofft die Welt zudem auf neue Vakzine.

Zu sehen ist ein Corona-Virus mit den erkennbaren Spike-Proteinen.

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