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Grüne und FDP : Opposition will Anreize gegen Impfmüdigkeit

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Angesichts zunehmender Absagen von Impfterminen fordern die Grünen und die FDP die Bundesregierung auf gegenzusteuern. Um Impfmüdigkeit vorzubeugen, bräuchte es Belohnungssysteme.

 "Impfstelle" steht an einer Tafel am Eingang zum Impfzentrum im thüringischen Weimar.
Impfzentren stellen eine wachsende Zahl an Terminabsagen fest.
Quelle: Bodo Schackow/dpa

Die Anzahl verschobener oder abgesagter Impftermine nimmt zu. Die Grünen und die FDP fordern die Bundesregierung daher auf, mit gezielten Anreizen und mehr Aufklärungsarbeit gegenzusteuern.

"Um der Ausbreitung der Delta-Variante entgegenzuwirken, müssen wir so schnell wie möglich den Impffortschritt voranbringen", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christine Aschenberg-Dugnus, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

FDP für transparente Kommunikation der Bundesregierung

Die FDP-Politikerin plädierte etwa für Belohnungssysteme, um Impfmüdigkeit vorzubeugen:

Man kann zum Beispiel Anreize im Freizeitpark oder Naturkundemuseum setzen.
Christine Aschenberg-Dugnus, FDP-Bundestagsfraktion

Personen, die sich dort impfen lassen, könnten dann den Rest des Tages die Attraktionen oder das Museum nutzen. Ein weiterer Schlüssel sei eine transparente Kommunikation der Bundesregierung.

Grüne: Impfzentren weiterhin offen halten

Die Grünen forderten, die Impfungen auch durch ein breites Angebot an Impfmöglichkeiten voranzutreiben. Insbesondere im Hinblick auf die Ausbreitung der Delta-Variante.

Die pflegepolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Kordula Schulz-Asche, sagte dem Redaktionsnetzwerk:

Es bedarf jetzt endlich einer klaren Strategie für die zweite Jahreshälfte zum weiteren Vorgehen.
Kordula Schulz-Asche, Grünen-Bundestagsfraktion

"Es gilt, die Impfzentren für die Bevölkerung derzeit offenzuhalten, damit zusätzlich weiter leichter Zugang zur Impfung besteht."

Mobile Impfteams als sinnvolle Ergänzung

Zudem hätten sich "sinnvolle Public-Health-Maßnahmen" wie mobile Impfteams bewährt und sollten fortgesetzt werden, so die Grüne. Derzeit stellen viele Impfzentren sinkende Nachfrage und eine wachsende Zahl an Terminabsagen oder -verschiebungen fest.

So seien in den Impfzentren Berlins in den vergangenen Wochen bis zu 20 Prozent der Termine abgesagt oder verschoben worden, teilte der Senat auf Anfrage des Redaktionsnetzwerks mit.

DRK: Terminabsagen häufen sich

Weitere zwei Prozent der Impflinge erschienen demnach nicht zu ihren Impfungen, ohne vorher abzusagen.

Auch das Deutsche Rote Kreuz habe nach einer Stichprobe in sächsischen Impfzentren hohe Zahlen an Terminabsagen festgestellt, ebenso die Landesgesundheitsministerien von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

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