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Corona-Protokolle - Warum sich manche nicht impfen lassen wollen

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Immer mehr Menschen in Deutschland sind gegen das Coronavirus geimpft. Doch einige wollen sich nicht impfen lassen - obwohl sie es könnten. Drei Menschen erzählen, warum.

Eine Spritze wird mit einem Corona-Impfstoff aufgezogen.
Inzwischen haben mehr als 61 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Impfdosis erhalten (Symbolbild).
Quelle: dpa

Heidi Preiter (59), Friseurmeisterin aus Friedberg

"Ich bin keine Impfgegnerin und keine Querdenkerin. Für mich steht das Risiko einer Impfung einfach in keinem Verhältnis zum möglichen Nutzen. Ich habe eine Blutbildungsstörung und habe die Sorge, dass so ein Eingriff meinem Immunsystem schadet.

Wenn ich noch dazu höre, dass in Israel die doppelt Geimpften im Krankenhaus liegen, dann frage ich mich, was das für einen Sinn macht. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen schweren Verlauf bekomme, ist wirklich gering. Es klingt vielleicht ein bisschen arrogant, aber ich glaube einfach nicht daran, dass ich es kriege.

Impfdurchbrüche sind selten, aber nicht ausgeschlossen. Wie häufig eine Infektion trotz vollständiger Corona-Impfung auftritt und wie gefährlich diese sind.

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Was die Solidarität anbelangt: Diesen Schuh ziehe ich mir nicht an. Wenn der Impfstoff tatsächlich die Sicherheit geben würde, dass man das Virus als Geimpfter nicht verbreitet, würde ich mich natürlich impfen lassen.

Aber wenn ein Geimpfter andere anstecken kann und auch selbst Covid kriegen kann, dann ist Solidarität für mich kein Argument.
Eintragung einer Corona-Impfung in einem Impfpass.
FAQ

Corona-Impfung - Wovor schützt die Impfung? Und ab wann? 

Wie sehr schon die erste Impfung schützt, ab wann man den vollen Impfschutz hat und ob auch Geimpfte ansteckend sind. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Corona-Impfung.

von Nils Hagemann

Im Moment habe ich das Gefühl, dass das Impfen oder Nicht-Impfen ein Politikum ist und nichts mit unserer Gesundheit zu tun hat.

In unserem Bekanntenkreis haben wir uns darauf geeinigt zu sagen: 'Okay ich akzeptiere es, wenn du dich impfen lässt - und ich akzeptiere es aber auch, wenn du dich nicht impfen lässt.' Das würde ich mir auch von der Politik und der Gesellschaft wünschen."

Peter* (53), arbeitet in der Logistik, Offenbach

"Innerhalb von nur einem Jahr einen Impfstoff zu entwickeln und zuzulassen, ist mir suspekt. Der Impfstoff wurde noch nicht gründlich geprüft. Und es gibt ja auch genug, die krank werden, obwohl sie geimpft sind. Warum soll ich mich in so einer Situation impfen lassen?

Weniger als ein Jahr hat die Entwicklung der Vakzine von Biontech und Moderna gedauert. Wie sicher sind die Impfstoffe?

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Klar, ich bin kein Arzt oder Virologe, aber aus meiner Sicht ist Maske tragen und Abstand halten der beste Weg. Und wenn ich Symptome habe, lasse ich mich eben testen. Auf der Arbeit werde ich zum Beispiel zweimal die Woche getestet.

Da ist doch jeder selbst verantwortlich. Aber das traut uns die Politik nicht zu.

Stattdessen heißt es immer: impfen, impfen, impfen. Auch in den Fernsehsendungen. Da sind immer dieselben Experten da und schüren Ängste: Herr Janssens, Herr Lauterbach, die Virologen. Wenn man das verfolgt, wird man irgendwann einfach müde.

Und am Ende sollen dann die Geimpften alles dürfen und sich nicht mehr testen lassen müssen - obwohl keiner wissen kann, ob sie nicht doch infiziert sind.

So eine Zwei-Klassen-Gesellschaft brauchen wir nicht!

Ich finde, diejenigen, die sich nicht impfen lassen möchten, dürfen nicht einfach auf ein Abstellgleis geschoben werden. Wir sind alle gleichberechtigt - ob geimpft oder nicht!"

Laura (28), Bürokauffrau vom Bodensee

"Wir wollen noch ein zweites Kind und ich bin unsicher, ob die Impfung nicht doch die Gene verändern oder mich unfruchtbar machen könnte. Da gab es ja am Anfang Vermutungen, auch wenn es jetzt wieder heißt, man müsse sich keine Sorgen machen. Ich habe einfach ein schlechtes Gefühl - schließlich ist vieles noch unerforscht.

Die Sorge, die Corona-Impfung könne unfruchtbar machen, sei unbegründet, sagt Medizinjournalist Dr. Christoph Specht: "Da ist nichts dran."

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Ich habe auch einmal mit meiner Frauenärztin darüber gesprochen. Sie hat gesagt, sie würde die Impfung grundsätzlich empfehlen. Aber ich bin mir nicht ganz sicher, wie offen Ärzte wie sie überhaupt über so etwas sprechen können.

Am Ende hört man immer das Gleiche - vor allem, dass man die Herdenimmunität braucht, damit das Virus irgendwann verschwindet.

Dazu kommt dann, wie sich die Regierung verhält - was sie gerade für einen Druck auf Ungeimpfte ausübt. Ich finde, man sollte eher mit Fakten Sicherheit vermitteln und uns die Ängste nehmen, anstatt mit Einschränkungen zu drohen.

Wenn ich mich impfen lasse, dann aus dem Grund, vor der Krankheit geschützt zu sein, und nicht dafür, dass ich wieder leben darf.

So wirkt es für mich eher so, dass sie den Impfstoff einfach irgendwie loswerden müssen. Das ist ja auch im Interesse der Pharmaindustrie. Trotzdem sage ich nicht, dass ich mich nie impfen lassen würde. Nur jetzt gerade kommt das für mich nicht in Frage."

*Name von der Redaktion geändert

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In den USA setzen immer mehr Impfgegner*innen auf ein Medikament, das ursprünglich gegen Wurmbefall bei Tieren helfen sollte. Der Einsatz beim Menschen kann schwere Folgen haben.

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Einer der größten Corona-Verlierer ist die Kultur. Theater, Museen, Festivals sind eben nicht "systemrelevant". Wie stellen sich Parteien Kulturpolitik nach der Wahl vor?

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mehrere Menschen, die sauber aussehen, ein Mann streckt seine Faust in die Luft, Banner und Plakate im Hintergrund

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Geimpft sind nur 15% der Bevölkerung. Ärzte weigern sich u.a., das Corona-Vakzin zu spritzen. Die Sterberate unter Covid-Kranken ist im Vergleich zu anderen EU-Staaten am höchsten.

17.09.2021
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