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Hilfsorganisationen warnen - Massive Impfengpässe in armen Ländern

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Laut einem NGO-Bündnis gibt es Engpässe bei Corona-Impfungen in Ländern mit niedrigem Einkommen. Weltweit habe die Mehrheit der ärmsten Länder noch keine Impfung verabreicht.

Von einem indischen Mann wird ein Abstrich aus der Nase entnommen, um einen Corona-Test durchzuführen. Indien ist eines der am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffene Land.
In den meisten armen Ländern der Welt gibt es noch keine Impfungen.
Quelle: dpa (Archiv)

Die Mehrheit der ärmsten Länder weltweit hat bislang keine einzige Dosis eines Corona-Vakzins verimpft. Das teilte ein Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen wie Amnesty International, Global Justice Now, die UN-Organisation Unaids und Oxfam mit.

Das Bündnis kritisierte, dass wirtschaftsstarke Länder wie die USA und Großbritannien sowie die EU Vorschläge zur Aussetzung des Patentrechts blockierten. Eine Umfrage zeige indessen, dass zwei Drittel der Deutschen dies befürworten würden.

Den meisten afrikanischen Länder fehlt das Geld für große Mengen Impfstoff.

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Kampf um Aussetzung der Patentrechte

Mehr als 100 Länder, angeführt von Südafrika und Indien, wollten sich am Mittwoch und Donnerstag bei der Welthandelsorganisation (WTO) erneut für einen Verzicht auf die handelsbezogenen Aspekte des geistigen Eigentums (TRIPS) stark machen, erklärte das Bündnis.

Dadurch würden rechtliche Hindernisse beseitigt werden, damit mehr Länder und Hersteller Impfstoffe produzieren könnten. Zwar würden in den kommenden Tagen weitere Dosen aus der Covax-Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgeliefert.

Umfrage: Bürger für faire Impfstoff-Verteilung

Trotzdem könnten nur drei Prozent der Menschen in Ländern des globalen Südens bis Mitte des Jahres auf eine Impfung hoffen. Bis Ende 2021 könnten es bestenfalls ein Fünftel sein.

Eine vom Institut Yougov erstellte Umfrage in den USA, Frankreich, Deutschland und Großbritannien zeige jedoch, dass in diesen Staaten zusammen mehr als zwei Drittel der Menschen der Ansicht seien, dass Regierungen dafür sorgen sollten, dass Impfstoff-Technologie mit qualifizierten Herstellern auf der ganzen Welt geteilt werden solle.

In Deutschland sprachen sich dafür 70 Prozent der Befragten aus. Die Entwickler von Impfstoffen sollten dafür angemessen entschädigt werden.

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