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Impfquoten im EU-Vergleich : Wie Deutschland beim Impfen abgehängt wird

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Lange gab es Kritik an der Impfkampagne in der EU: zu wenig Impfstoff. Dann zog das Impftempo stark an - speziell auch in Deutschland. Mittlerweile sieht das anders aus.

Mecklenburg-Vorpommern, Wismar: Eine Frau wird von einer Arzthelferin gegen das Coronavirus geimpft.
Das Impftempo in Deutschland geht zurück.
Quelle: dpa

Lange stand Deutschland bei den Corona-Impfungen im europäischen Vergleich gut da. Doch mittlerweile ist das Impftempo eingebrochen. Während hier im Schnitt pro Tag weniger als 5.500 Dosen je eine Million Einwohner gespritzt werden, sind es in der EU mehr als 6.800. Damit steht Deutschland auf Platz 16 der 27 Staaten. Am schnellsten wird in Dänemark, Irland und Frankreich geimpft - mit fünfstelligen Werten.

Am Impfstoffmangel liegt es nicht, von Biontech, Moderna und Co. ist mittlerweile genug da. Doch die Impfnachfrage lässt nach - wer will, der hat meist schon. Dieses Problem kennen auch andere Länder. Doch Staaten wie Frankreich oder Italien ist es gelungen, gegenzusteuern.

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Corona-Impfungen: Was machen Italien und Frankreich anders?

In Frankreich stieg das Impftempo zuletzt enorm an, es gibt aktuell aber auch wieder Massenproteste. Der Hintergrund: Die Impfpflicht für Gesundheitspersonal und eine Ausweitung der Corona-Nachweispflicht. Die Abgeordneten billigten die Verschärfung der Regeln in dieser Woche trotz der landesweiten Proteste. Damit muss man im Alltag nun häufiger nachweisen, dass man negativ getestet oder geimpft ist beziehungsweise eine Corona-Infektion überstanden hat.

Die Impfpflicht für Menschen im Gesundheitswesen und im Kontakt mit Risikogruppen wurde vom Parlament aber etwas entschärft. Wer bis Mitte September keine Impfung hat, kann nicht gekündigt werden. Stattdessen droht eine Aussetzung des Gehalts. Die Opposition hat sich an den Verfassungsrat gewandt, um das Gesetz zu verhindern. Auch die Regierung legte dem Rat das Gesetz zur Prüfung vor. Der Verfassungsrat wird seine Entscheidung am 5. August bekanntgeben.

Einen ähnlichen Weg wie Frankreich geht auch Italien. Auch dort gab es zuletzt Proteste. Italien führt am 6. August einen obligatorischen Gesundheitspass für den Zugang zu geschlossenen Räumen wie Bars und Restaurants, aber auch Schwimmbädern, Sporthallen, Museen, Kinos und Theatern sowie Spielhallen ein. Betreibern, die die Maßnahmen nicht umsetzen, drohen empfindliche Strafen.

Das als "grüner Pass" bekannte Dokument wird an Menschen ausgegeben, die ihre erste Impfdosis erhalten haben, aber auch an diejenigen, die von Covid-19 genesen sind oder in den 48 Stunden zuvor negativ getestet wurden. Seit der Bekanntgabe der Maßnahme stiegen die Buchungen von Impfterminen in einigen kleineren Regionen nach Behördenangaben um 200 Prozent.

Durch Impfungen konnten Krankheiten eingedämmt werden. Bei Corona gibt es dennoch viele Impfskeptiker. Kann eine Impfpflicht Abhilfe leisten?

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Ein im März verabschiedetes Dekret der italienischen Regierung schreibt zudem vor, dass Mitarbeiter des Gesundheitswesens, einschließlich Apotheker, geimpft werden müssen. Wer sich weigert, kann für den Rest des Jahres ohne Bezahlung suspendiert werden. Berichten zufolge prüft Italien nun auch eine Corona-Impfpflicht für Lehrer und anderes Personal an den Schulen.

Impfquoten in der EU: Deutschland nur im Mittelfeld

In Deutschland gab es zuletzt immer wieder Debatten über eine Impfpflicht - bisher lehnt die Politik diese aber ab. Dabei hat das nachlassende Impftempo dazu geführt, dass wir auch bei den Impfquoten keinen Spitzenplatz mehr belegen. Bei den mindestens einmal Geimpften liegt Deutschland mit rund 61 Prozent auf Platz zwölf im EU-Vergleich - aber immer noch etwas über dem Schnitt von 58 Prozent.

Am 1. Juni lag Deutschland noch auf Platz fünf, am 15. Juni auf Platz acht. Die höchsten Impfquoten haben aktuell Malta, Dänemark, Niederlande, Belgien und Portugal.

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Corona-Impfungen: Dänemark erreicht Top-Impfquote ohne Zwang

Dass eine hohe Impfquote auch ohne Zwang erreicht werden kann, zeigt beispielsweise Dänemark. Das Land setzt mittlerweile auf einen optimistischen Umgang mit Corona. Für die kommenden Monate sind weitere Lockerungen geplant.

Die Impfbereitschaft bleibt weiterhin hoch. Auch Jugendliche ab 16 Jahren wurden schon relativ früh in die Impfkampagne miteinbezogen. Die Regierung weist jedoch gleichzeitig daraufhin, dass das Land seine Impfziele noch nicht erreicht hat. "Wir setzen unsere Bemühungen fort, Dänemark zu impfen", schrieb Gesundheitsminister Magnus Heunicke zuletzt auf Twitter.

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