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Nebenwirkungen und Co. : Was über den Biontech-Impfstoff bekannt ist

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In einer Woche könnten die Corona-Impfungen in Deutschland starten. Wie läuft die Impfung ab? Gibt es Nebenwirkungen? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Biontech-Impfstoff.

Wird der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer auch in der EU zugelassen? Am Montag will die Europäische Arzneimittelagentur EMA ihre Beurteilung zu dem Impfstoff abgeben. Was weiß man bislang über das Präparat? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wie wird geimpft?

Jeder Patient bekommt zwei Impfdosen im Abstand von drei Wochen, die jeweils in den Oberarm gespritzt werden - genauer gesagt in den Deltamuskel (Musculus deltoideus).

Er könnte im Prinzip in jeden Muskel gespritzt werden, aber die Stelle am Arm ist eben gut zugänglich.
Andreas Podbielski, Direktor des Instituts für Virologie der Universität Rostock

Der Vorteil einer solchen intramuskulären Impfung: Der Wirkstoff bleibt für einige Stunden im Muskel und der Körper hat so Zeit, ihn zu erkennen und darauf zu reagieren.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Müdigkeit, Kopfweh, Schmerzen an der Einstichstelle gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen der Impfung. Solche Begleiterscheinungen sind Impfexperten zufolge üblich. Einer Studie mit 44.820 Teilnehmern zufolge - von denen etwa die Hälfte den Biontech-Impfstoff bekommen hatte - klagten manche außerdem über Fieber, Schüttelfrost, Durchfall oder Muskel- und Gliederschmerzen.

Ausprägung: Im Allgemeinen waren die Nebenwirkungen schwach bis mäßig und klangen nach kurzer Zeit ab. Im Vergleich zu vielen etablierten Impfstoffen wie etwa dem gegen Grippe traten die Nebenwirkungen aber vergleichsweise häufiger auf. Grundsätzlich traten Begleiterscheinungen öfter bei der zweiten Impfdosis auf.

Ausnahmen: Vereinzelt gab es bei den Tests "unerwünschte Ereignisse" wie geschwollene Lymphknoten. Je eine Person meldete eine Schulterverletzung, Herzrhythmusstörungen sowie Parästhesie im Bein, also Taubheitsgefühl.

Allergien: Bei den Impfungen in Großbritannien hatten einige Menschen stärkere allergische Reaktionen gezeigt. Aus diesem Grund haben die Behörden veranlasst, Menschen mit stärkeren Allergieproblemen vorerst nicht zu impfen.

Wie wirkt der Impfstoff?

Bei dem Mittel von Biontech und Pfizer handelt es sich um einen sogenannten mRNA-Impfstoff. Bislang wurde noch kein Impfstoff dieser Art für den Menschen zugelassen. Der Unterschied zu herkömmlichen Impfstoffen: Er enthält lediglich die Bauanleitung für Bestandteile des Covid-19-Erregers - und nicht das Virus selbst.

So entwickelt der Körper eine Immunantwort gegen das Virus. Bei späterem Kontakt mit dem Erreger erkennt das Immunsystem das Protein wieder und kann das Virus schnell gezielt bekämpfen.

Wie lange schützt der Impfstoff?

Diese Frage lässt sich noch nicht abschließend beantworten, weil die Studien noch nicht lange genug laufen. Antikörper können zwischen fünf Monaten und anderthalb Jahren nachgewiesen werden. Bei einer Impfung könne die Immunantwort sogar noch effizienter ausfallen, sagt Carsten Watzl, Immunologe am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung der Technischen Universität Dortmund.

Wie gut schützt der Impfstoff?

Nach den klinischen Studien gibt Biontech die Wirksamkeit des Impfstoffs mit 95 Prozent an. Das bedeutet: Unter den Probanden der geimpften Gruppe traten 95 Prozent weniger Erkrankungen auf als unter den Probanden der Kontrollgruppe.

Ob die genannte - für viele Experten überraschend hohe - Wirksamkeit auch bei einem massenhaften Einsatz des Impfstoffes erreicht wird, wird sich erst in einigen Monaten zeigen. Die Zahlen beziehen sich auf die bisher durchgeführten Phase-3-Studien.

Ein/e Mediziner*in setzte eine Spritze an einen Arm an zum Impfen, 17.22.2020.

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