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Corona-Impfungen - So sollen die Impfzentren funktionieren

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Von heute an sollen Impfzentren in allen Bundesländern einsatzbereit sein. Wo stehen sie, wie kommt der Impfstoff zu ihnen und wie sollen die Impfungen ablaufen? Ein Überblick.

Wer wird wie geimpft? Wer zahlt das? Ein Grafikvideo

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Was sollen die Corona-Impfzentren leisten?

Die Impfzentren sollen zentrale Anlaufstellen in den Kommunen sein, um viele Menschen in kurzer Zeit impfen zu können. Sie machen es einfacher, die Impfstoffe zu verteilen und Impfungen zu organisieren, so Robert-Koch-Institut (RKI) und Bundesregierung.

Verglichen mit Hausarztpraxen könne in den Zentren auch besser sichergestellt werden, dass die Impfstoffe richtig gelagert werden. Einige der Impfstoff-Kandidaten, wie das Präparat von Biontech und Pfizer, müssen sehr stark gekühlt werden.

Außerdem geht man davon aus, dass in den zentralen Impfstellen klarer durchgesetzt werden kann, welche Personengruppen wann gegen das Coronavirus geimpft werden.

Impfstoffzentrum im Klinikum Stuttgart - hier üben sie bereits die Abläufe für die Impfungen. 2.500 Menschen sollen hier in Zukunft pro Tag geimpft werden.

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Wo stehen die Impfzentren?

Die Bundesländer entscheiden selbst, wo und wie viele Impfzentren sie einrichten. Zahlreiche Länder haben mindestens ein Impfzentrum pro Kreis und kreisfreier Stadt geplant.

In vielen Orten werden große Hallen genutzt – in Baden-Württemberg zum Beispiel rund ein Dutzend Sport- und Eishallen. Auch in Stadien oder Hotels soll geimpft werden.

Wie wird die Impfung in den Zentren ablaufen?

Dafür gibt es in den Impfzentren jeweils eigene Konzepte, von der Anfahrt bis zur Gestaltung der Räume. Generell sollen impfwillige Bürgerinnen und Bürger vorab Termine vereinbaren können, online oder per Telefon. Dadurch will man Warteschlangen vermeiden.

Vor Ort in den Zentren haben Experten zu sogenannten "Impfstraßen" geraten. Impfkandidaten werden dort über eine Reihe von Stationen geleitet:

  1. Anmeldung
  2. Vorgespräch mit einem Arzt (falls gewünscht)
  3. eigentlicher Impfvorgang
  4. Ruhezone

Um eine Ansteckung zu verhindern, sind die einzelnen Bereiche voneinander abgetrennt. Bei einem Probelauf in Husum in Schleswig-Holstein dauerte der gesamte Vorgang etwa 45 Minuten.

Die Auslieferung der Impfstoffe sei vertraglich sichergestellt, sagt Gesundheitsminister Spahn (CDU) im ZDF heute journal.

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Wer kann sich zuerst impfen lassen?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Reihenfolge per Verordnung festlegen. Zentrale Grundlage ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut (Stiko).

Die Stiko hat ein Konzept vorgelegt, wonach als erste Menschen über 80 Jahre, Pflegeheimbewohner und Personal mit dem höchstem Infektionsrisiko in Kliniken und Altenheimen zum Zug kommen sollten. Das sind rund 8,6 Millionen Menschen.

Die Innenminister wollen sich dafür einsetzen, dass auch Polizistinnen und Polizisten mit als erste eine Corona-Impfung bekommen können.

Corona-Impfung - Was die Impfkommission empfiehlt 

Wen zuerst impfen? Dazu hat die Ständige Impfkommission konkrete Vorschläge erarbeitet.

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Wie kommt der Impfstoff zu den Impfzentren?

Der Bund beschafft den Impfstoff und verteilt ihn an die Bundesländer. Dafür werden feste Standorte in jedem Bundesland eingerichtet. 27 solche Anlieferungszentren sind aktuell vorgesehen.

Wie viele Dosen Impfstoff ein Bundesland bekommt, hängt vom jeweiligen Bevölkerungsanteil ab. Die Bundesländer sorgen sich anschließend um die sichere Lagerung vor Ort und geben die Impfstoffe an die regionalen Impfzentren weiter.

Wann geht es los mit den Impfungen?

Das ist noch nicht klar. Aus Bayern hieß es zuletzt, die Impfzentren könnten dort schon am 5. Januar starten – im Fall der erfolgreichen Zulassung des Impfstoffes von Biontech und Pfizer.

Der Präsident des Deutschen Städtetages Burkhard Jung (SPD) hat jedoch davor gewarnt, unrealistische Erwartungen zu wecken.

"Tatsächlich gehen wir aber davon aus, dass bis weit ins Frühjahr hinein vor allem mobile Impfteams in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser fahren", sagte Jung der dpa. Diese Teams werden in der Regel von den Impfzentren koordiniert.

Massenimpfungen für die breite Bevölkerung werden nach den Plänen von Bund und Ländern frühestens ab dem Sommer möglich sein.
Burkhard Jung (SPD), Präsident des Deutschen Städtetages

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium teilte dagegen auf Anfrage mit, es sei geplant, "parallel in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Impfzentren mit der Verimpfung zu beginnen".

Klar ist: Einige Zeit nach dem Start wird es dezentral weitergehen. Impfkandidaten sollen sich dann in normalen Arztpraxen impfen lassen können – wie bei einer Grippeimpfung. Wann genau umgeschaltet wird, ist offen. Voraussetzung sind laut Nationaler Impfstrategie unter anderem mehr Impfstoffe, die weniger stark gekühlt werden müssen.

Mit Material von AFP, dpa, epd, KNA.

Dem Autor auf Twitter folgen: @wiesel_c.

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