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Höheres Impftempo ab Mai - Stiko-Chef: Bald mehr als genug Impfstoffe

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Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission, erwartet ab Mai ein deutlich höheres Impftempo in Deutschland. Lockerungen für Geimpfte seien nur schwer zu verhindern.

Eine Polizeibeamtin wird in München mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca geimpft. Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, erwartet nach April ein deutlich höheres Impftempo in Deutschland.
Nach April erwartet die Impfkommission ein deutlich höheres Impftempo.
Quelle: Sven Hoppe/dpa

Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, erwartet nach April ein deutlich höheres Impftempo in Deutschland. Er verstehe den Frust der Menschen über das Impfmanagement, sagte Mertens der "Augsburger Allgemeinen". "Kern des Problems ist aber fraglos der bisher mangelnde Impfstoff", so Mertens.

Ich gehe jedoch davon aus, dass im zweiten und dritten Quartal so viel zur Verfügung stehen wird, dass ihn die Zentren nicht mehr verimpfen können.
Thomas Mertens, Stiko-Chef

Mertens: Richtig, Hausärzte erst jetzt bei Impfungen einzusetzen

Kritik, dass Hausärzte nicht eher bei den Impfungen eingesetzt würden, wies er zurück. Es habe gute Argumente gegeben, die Praxen erst einzubeziehen, wenn genug Impfstoff ausgeliefert werde.

Neben der ausreichenden Kühlung der Impfdosen müsse auch die korrekte Impfreihenfolge sichergestellt werden, gab Mertens zu bedenken. "Mancher könnte sich dabei gegenüber 'seinen Patienten' schwertun."

Sicherheit, Vertrauen, kurze Wege: Diese Vorteile haben Corona-Impfungen beim Hausarzt. Der Bund will nun den Weg dafür ebnen. In Brandenburg gibt es bereits ein Pilotprojekt.

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2 min
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Elementare Alltagsdinge auch ohne Impfschutz

Lockerungen für Geimpfte - etwa mittels ihres Impfpasses - sind aus Mertens' Sicht nur schwer zu verhindern, auch wenn sich die Impfkommission, Politik und Ethikrat gegen eine Impfpflicht ausgesprochen hätten. Ärzte müssten sowieso jede Impfung dokumentieren. Mertens sagte:

Bei Dingen, die einer freien Vertragsgestaltung unterliegen, vom Konzertbesuch bis zu einer Reise, wäre der Staat schlecht beraten, wenn er sich einmischen würde.
Thomas Mertens, Stiko-Chef

Er nannte aber einen entscheidenden Unterschied: "Elementare Dinge des Alltags müssen auch ohne Impfschutz möglich sein, die ÖPNV-Nutzung oder der Aufenthalt in einem Krankenhaus."

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