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Chef der Krankenhausgesellschaft - Gaß: Impfunwillige sind rücksichtslos

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Der Chef der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, wirft Impfunwilligen ein rücksichtsloses Verhalten vor. Ein Recht auf Krankheit dürfe nicht zur Gefahr für andere werden.

Ein Gerät für das Atemtraining hält ein an Corona erkrankter Patient im besonders geschützten Teils der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald in den Händen.
Ein Corona-Patient mit Atemgerät auf der Intensivstation.
Quelle: Büttner/dpa (Archiv)

In den Augen des Chefs der deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, handeln Impfunwillige rücksichtslos in ihrem Verhalten. Gaß zufolge sind 90 Prozent der auf Intensivstationen behandelten Covid-Patienten ungeimpft.

"Wir leben in einer freien und demokratischen Gesellschaft, in der es grundsätzlich auch für jeden ein individuelles Recht auf Krankheit gibt", schrieb Gaß in einem Aufruf, über den das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND) berichtete. Doch, so Gaß:

Dieses Recht auf Krankheit darf aber nicht zur Gefahr für andere werden.
Gerald Gaß, Chefs der Krankenhausgesellschaft

Wenn Impf-Verweigerer als Corona-Maßnahme in Quarantäne müssen, wird die Lohnfortzahlung nicht mehr vom Staat übernommen, Arbeitgeber dürfen das Gehalt aussetzen. Das haben die Länder-Gesundheitsminister beschlossen. Der Druck auf Ungeimpfte nimmt zu.

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3 min
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Gaß: Verständnis für Krankenhauspersonal

Jede Patientin und jeder Patient erhalte die bestmögliche Versorgung, egal ob die Erkrankung selbstverschuldet sei und durch ein zumutbares Maß an Prävention oder Vorsicht hätte vermieden werden können, betonte Gaß.

"Dennoch kann ich die Empörung vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade in den Intensivstationen nachvollziehen, die den ungeimpften Covid-Patienten rücksichtsloses Verhalten vorwerfen", so Gaß.

Weniger Hilfe und Zuwendung für andere Patientinnen und Patienten

Jedes Intensivbett und jede Beatmungseinheit, die von einem ungeimpften Patienten in Anspruch genommen werde, stehe einem anderen schwerkranken Menschen nicht zur Verfügung, erklärte der Verbandschef.

Jede Pflegekraft und jede Ärztin, die sich um die hoch aufwändigen Covid-Patienten kümmere, könne ihre Hilfe und Zuwendung nicht gleichzeitig anderen lebensbedrohlich kranken Patienten zukommen lassen.

Ein Akt der Solidarität

Gaß zufolge sind 90 Prozent der Covid-Patienten auf den Intensivstationen nicht geimpft. Nur bei den allerwenigsten gebe es medizinische Gründe, die eine Impfung ausschlössen.

"Es ist ein wichtiger Akt der Solidarität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts, durch die eigene Impfung die knappen und wertvollen personellen und medizintechnischen Ressourcen in unseren Krankenhäusern für die schwerkranken Patientinnen und Patienten zu schützen, die dringend darauf angewiesen sind", betonte er.

Impfquote laut RKI bei 64,3 Prozent

Derzeit sind in Deutschland laut Robert Koch-Institut 64,3 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft (Stand Mittwoch). 67,9 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

In vielen Bundesländern werden heute die Corona-Impfzentren geschlossen. Die Hausärzte sehen sich mit Blick auf die Schließungen dennoch gut vorbereitet.

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