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Sinkende Nachfrage : Länder setzen auf mobiles Impfen

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Impftermine werden abgesagt, die Zentren leeren sich: Deutschlands Corona-Impffortschritt verlangsamt sich. Die Länder setzen nun auf mobile Impfteams.

Ein Mann informiert bei einer mobilen Impfstation. Archivbild
Viele Impfzentren machen wieder zu, die Länder setzen nun auf mobile Impfteams.
Quelle: Malte Krudewig/dpa/Archivbild

Angesichts sinkender Nachfrage nach Corona-Impfungen setzen die Bundesländer zunehmend auf flexible Lösungen, um mehr Menschen zu erreichen. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervor. Das Interesse an einer Impfung lässt vielerorts nach, teilweise werden Impfzentren geschlossen.

Außerdem gibt es immer mehr mobile Impfteams, und Menschen können sich vielerorts auch ohne Termin eine Spritze holen. Trotz der sinkenden Zahlen sind bislang nur wenige Impfdosen verfallen.

Impfzentren melden weniger Geimpfte, die Inzidenz steigt

Nach Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI) sinkt die Anzahl der täglich verabreichten Impfdosen in Deutschland. Am Dienstag wurden beispielsweise nur 572.482 Dosen gespritzt, verglichen mit dem Höchststand von 1,5 Millionen am 9. Juni. Besonders die Impfzentren verzeichneten einen Rückgang laut dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung. Aber auch die Arztpraxen sind demnach weit vom Rekord entfernt. Gleichzeitig steigt die Inzidenz wieder. Bislang haben etwas mehr als 60 Prozent der Bevölkerung laut RKI mindestens eine erste Impfung bekommen.

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In den hessischen Impfzentren erschienen rund 20 Prozent nicht zu ihren Terminen, wie das Innenministerium mitteilte. Auch in Berlin wurden laut Gesundheitsverwaltung rund 20 Prozent der Termine nicht genutzt. In Thüringen seien die überregionalen Impfzentren laut Gesundheitsministerium nur noch zur Hälfte ausgelastet. In Baden-Württemberg sei die Zahl der Erstimpfungen in den Impfzentren zuletzt um 70 Prozent eingebrochen, so das Gesundheitsministerium.

Mehrere Impfzentren schließen wieder

Die geringe Auslastung führt dazu, dass vermehrt Impfzentren schließen. Bayern machte letzte Woche erste Zentren zu, auch in den verbliebenen Zentren wurde teilweise die Kapazität reduziert - und das Herunterfahren weiterer fester Standorte werde vorbereitet. In Berlin schloss das Impfzentrum Tempelhof am Mittwoch, drei weitere sollen bis Ende August folgen. In Thüringen soll von vier überregionalen Impfzentren nur das in Erfurt über den Sommer hinaus fortgeführt werden. Baden-Württembergs regionale Zentren sollen Mitte August schließen.

Andere Länder wie Hessen, Schleswig-Holstein oder Sachsen wollen ihre Zentren bis Ende September offen halten. Der Intensivmediziner Uwe Janssens äußerte sich besorgt über die Entwicklung. "Wir wissen aus verschiedenen Berechnungen, dass, wenn wir es nicht schaffen, 85 Prozent der 59- bis 70-Jährigen zu impfen, dann haben wir im Herbst ähnliche Zustände auf den Intensivstationen wie Anfang des Jahres, bis zu 6.000 Intensivpatienten", sagte Janssens den Sendern RTL/ntv am Mittwoch. Er sprach sich allerdings gegen eine Impfpflicht für Pflegepersonal aus.

Um mehr Menschen zu erreichen, setzen viele Länder auf flexible Impfangebote.

Wenn die Menschen nicht zu den Impfungen kommen, dann müssen die Impfungen eben zu den Menschen kommen.
Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke)

Ob eine Impfung im Fußballstadion, mobile Impfteams auf Markt- und Supermarktplätzen oder Impfungen ohne Termin in den Zentren - alle Initiativen seien willkommen, erklärte Baden-Württembergs Ressortchef Manne Lucha (Grüne).

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