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Krankenhausgesellschaft - Planbare Operationen "sofort verschieben"

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Wegen der Corona-Entwicklung dringt die Krankenhausgesellschaft darauf, planbare OPs sofort zu verschieben. Intensivmediziner rechnen zudem mit mehr Patienten mit Impfdurchbrüchen.

Eine Fachärztin ist auf der Covid-19 Intensivstation im Städtischen Klinikum Dresden mit der Versorgung eines Corona-Patienten beschäftigt.
Steigende Corona-Infektionen bringen Intensivstationen an Grenzen.
Quelle: Robert Michael/dpa (Archiv)

Mehr als 50.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden meldet das Robert-Koch-Institut an diesem Donnerstag - so viele wie noch nie. Aus Sicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft ist eine Überlastung der Intensivstationen angesichts der Corona-Entwicklung nicht mehr abzuwenden. Der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND):

Der Wert von 4.000 belegten Covid-Intensivbetten ist praktisch nicht mehr zu vermeiden.
Gerald Gaß, Krankenhausgesellschaft

Die Folge sei, dass Kliniken die planbaren Operationen "jetzt sofort verschieben müssen". In immer mehr Bundesländern stießen die Intensivstationen an ihre Grenzen.

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Gaß: "Kritische Phase der Pandemie"

Dies bedeute für alle Krankenhäuser, "dass sie unabhängig von der Anzahl der Covid-Patienten im eigenen Haus ihre Leistungen einschränken müssen, um dann auch für überlastete Kliniken einspringen zu können".

Deutschland sei "in einer sehr kritischen Phase der Pandemie". Für das Krankenhauspersonal würden die kommenden Wochen und "wahrscheinlich Monate" noch einmal eine enorme Kraftanstrengung.

Neue Höchstwerte bei der Inzidenz und Intensivstationen, die an ihr Limit kommen. ZDFheute live spricht mit Intensivpfleger Alexander Jorde und DIVI-Präsident Gernot Marx.

Beitragslänge:
38 min
Datum:

Intensivmediziner: Mehr Flexibilität beim Boostern

Der Intensivmediziner Uwe Janssens sagte dem RND, er gehe davon aus, dass die Zahl der Covid-Patienten mit Impfdurchbrüchen auf Intensivstationen weiter ansteige:

Aktuell haben nahezu 44 Prozent der über 60-jährigen Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen einen Impfdurchbruch.
Uwe Janssens, Intensivmediziner

"Das hat deutlich und sprunghaft zugenommen", sagte Janssens weiter. Da gerade ältere Menschen trotz doppelter Impfung auf den Intensivstationen liegen, müsse die dritte Impfung "viel pragmatischer" vorangetrieben werden, forderte Janssens.

Janssens: Schnelle Auffrischimpfungen

Es brauche "eine größere Flexibilität beim Boostern". Viele Ärzte schickten ihre älteren Patienten weg, weil sie noch nicht 70 Jahre oder älter seien, da die Ständige Impfkommission (Stiko) das so festgelegt habe, sagte Janssens, der zugleich Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) ist.

Dies halte er für einen großen Fehler. Alle Älteren und auch Patienten mit schweren chronischen Begleiterkrankungen sollten schnell das Angebot für eine Auffrischungsimpfung erhalten. Der Abstand von sechs Monaten zur vollständig erhaltenen Impfung solle aber weiter berücksichtigt werden.

Ärzteverband: Testpflicht auch für Geimpfte und Genesene

Die Verbandschefin des Ärzteverbands Marburger Bund, Susanne Johna, mahnte mit Blick auf die zunehmend angespannte Lage auf Intensivstationen:

Es kann jetzt nur darum gehen, weitere Überlastungsszenarien zu verhindern.
Susanne Johna, Marburger Bund

Gegenüber dem RND sagte Johna, sie halte eine Testpflicht auch für Geimpfte und Genesene für notwendig, sollte sich die Corona-Lage durch aktuelle 2G-Regeln nicht bessern.

"2G muss jetzt Standard werden. Wenn sich dadurch das Infektionsgeschehen nicht abbremsen lässt und die Impfquote nicht steigt, ist 2G-Plus der nächste logische Schritt", sagte die Verbandsvorsitzende.

2G, 3G: Corona-Abkürzungen und ihre Bedeutung:

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

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