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Drohende Corona-Ausbrüche : Lauterbach: Einheitliche Tests für Schüler

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SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach warnt vor stark steigenden Corona-Zahlen bei Schülern nach den Herbstferien. Bundesweit bräuchte es einheitliche Test-Strategien an Schulen.

Ein Schüler macht vor dem Testzentrum in der Anne-Frank Grundschule in Halberstadt einen vorderen Nasenabstrich bei sich.
Der SPD-Politiker Lauterbach fordert in Schulen drei Tests pro Woche.
Quelle: Matthias Bein/dpa (Archiv)

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt vor stark steigenden Corona-Infektionszahlen an Schulen nach den Herbstferien. Er forderte eine bundesweit einheitliche Test-Strategie an Lehreinrichtungen.

"Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben, weil die Kinder nicht mehr lange lüften können", so der SPD-Politiker.

Lauterbach: Antigen-Tests erfassen Delta

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte Lauterbach weiter:

Dreimal in der Woche testen, das wäre mein Vorschlag.
Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte

Und weiter: "Morgens mit Antigen-Tests, weil diese die vorherrschende Delta-Variante sehr zuverlässig erfassen. Dazu fünf Testtage hintereinander für Kontaktpersonen von Infizierten."

Ansteckungsketten auch in Betrieben

So könne die unkontrollierte Pandemie an den Schulen praktisch beendet werden. Kinder, die Kontakt mit Infizierten hatten, müssten so nicht in Quarantäne.

Vorsicht sei aber nicht nur in den Schulen geboten, sagte Lauterbach den Zeitungen: "Auch in den Betrieben wird es Ansteckungsketten geben. Dasselbe gilt für Bars und Restaurants. Wir haben einen kontinuierlichen Anstieg zu erwarten."

Einheitliche Vorgehen gefordert

Es braucht Lauterbach zufolge einen Bund-Länder-Beschluss zum einheitlichen Vorgehen. "Mir tun die Kinder leid, die jetzt dem Long-Covid-Risiko ausgesetzt sind", sagte er den Blättern.

Dass wir jetzt, bei steigenden Zahlen, an vielen Stellen aufhören zu testen, ist vollkommen unvertretbar.
Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte

GEW: Schulen gut auf Herbst vorbereitet

Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), sieht die Schulen für einen zweiten Corona-Herbst vorbereitet.

"Bundesweit betrachtet sind die Schulen in diesem Herbst in Sachen Gesundheitsprävention besser aufgestellt als vor einem Jahr", sagte Finnern dem RND.

Finnern: Mehr Luftfilter in Schulen

Die Impfquote unter den Beschäftigten in den Schulen sei außerordentlich hoch:

Wird der Präventionsweg weiter konsequent beschritten, können die Schulen geöffnet bleiben.
Maike Finnern, GEW

Finnern kritisierte, dass viele Schulen immer noch nicht mit Luftfiltern ausgestattet seien. "Hier herrscht dringender Handlungsbedarf", sagte die GEW-Vorsitzende den Zeitungen.

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