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DKG-Chef Gaß prognostiziert : Mehr Intensivpatienten wegen hoher Inzidenzen

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft erwartet wieder mehr Intensivpatienten. "Hochproblematisch" sei die Situation in den Kliniken jedoch aufgrund von Personalausfällen.

Intensiv-Pflegekräfte versorgt einen schwer an Corona erkrankten Patienten auf der Intensivstation des Klinikums in Fulda.
Intensiv-Pflegekräfte versorgen einen Corona-Patienten.
Quelle: Boris Roessler/dpa (Archiv)

Wegen anhaltend hoher Corona-Inzidenzen erwartet die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) einen Anstieg der Zahl von Intensivpatienten in den Kliniken.

Die Intensivbelegung habe sich etwas vom Infektionsgeschehen abgekoppelt, aber nicht vollständig, sagte DKG-Vorstandsvorsitzender Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Auch auf den Intensivstationen werden wir in den kommenden Wochen wieder stärker steigende Patientenzahlen verzeichnen."

Gaß: Personalausfälle in Kliniken "hochproblematisch"

Noch vor wenigen Tagen gab Gaß mit Blick auf die Intensivstationen im ZDF-Morgenmagazin Entwarnung: "Die Intensivstationen (...) sind zurzeit nicht so hoch belastet und wir gehen auch nicht davon aus, dass das in den kommenden Wochen der Fall sein wird."

Hochproblematisch sei die Situation nun für die Kliniken vor allem durch Personalausfälle.

Drei von vier Krankenhäuser müssen Leistungen einschränken, weil Personal ausfällt.
Gerald Gaß, DKG-Vorsitzender

Dies liege nach Gaß an Infektionen, Quarantäne oder Betreuung von positiv getesteten Kindern.

Die konstant hohen Corona-Zahlen machen vor allem den Kliniken zu schaffen: Viele Covid-Patienten müssen hier behandelt werden, zugleich ist immer mehr Personal selbst betroffen.

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DKG: Pandemie noch lange nicht vorbei

"Die einrichtungsbezogene Impfpflicht hat noch keine Auswirkung auf die Personalausfälle, da die Gesundheitsämter noch keine Betretungsverbote ausgesprochen haben", erklärt Gaß.

Die Gesamtsituation mache deutlich, "dass die Corona-Pandemie noch lange nicht vorbei ist", sagte der Verbandschef und forderte vom Bund Klarheit über die finanzielle Absicherung der Krankenhäuser bis Jahresende.

Marburger Bund: Ärzte zunehmend frustriert

Die hohen Personalausfälle findet auch Susanne Johna vom Marburger Bund, der Interessensvertretung der Ärzte, bedenklich. Das bedeute:

Mehr Belastung auf den Schultern von weniger Personal.
Susanne Johna, Marburger Bund

Viele Ärzte seien zunehmend frustriert und fürchteten, im Herbst wieder in einer ähnlichen Lage zu sein.

Wegen Omikron befürchtet der Marburger Bund eine Überlastung der Krankenhäuser - auch der Normalstationen. Bei leichten Erkältungssymptomen sollte man einen Antigen-Test machen.

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Johna: Oftmals nur noch Notversorgung

Nach Angaben des Marburger Bundes gibt es in allen Bundesländern Corona-bedingte Probleme in Krankenhäusern. Die Uniklinik Münster biete beispielsweise im Wesentlichen nur noch eine Notfallversorgung an, so Johna.

Susanne Johna sprach bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Lauterbach und RKI-Chef Wieler von mehr Corona-Patienten in den Krankenhäusern, die zu 90 Prozent auf Normalstationen lägen. Es gebe aktuell über 25.000 positiv auf das Coronavirus getestete Patienten, 60 Prozent mehr als Anfang Februar.

Lauterbach: Echte Infektionszahlen wohl weit höher

Bundesgesundheitsminister Lauterbach sprach von "im Moment um die 300.000 Neuinfektionen pro Tag" - die tatsächliche Zahl sei wahrscheinlich doppelt so hoch, so der SPD-Politiker.

In manchen Landesteilen liege die Inzidenz bei über 3.000, berichtete RKI-Chef Wieler. Das Gesundheitssystem, das seit zwei Jahren an der Belastungsgrenze arbeite, stehe deswegen unter enormem Druck.

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