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Divi-Präsident Marx : Intensivstationen arbeiten eingeschränkt

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Laut Divi-Präsident Gernot Marx laufen derzeit 55 Prozent der Intensivstationen in gedrosseltem Betrieb. Die Gründe: Hohe Krankenzahlen und zu wenig Personal.

Berlin: Intensiv-Pflegekräfte in Schutzkleidung versorgen einen Corona-Patienten im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe.
Wenig Personal und hohe Krankenzahlen lassen Intensivstationen laut Divi-Präsident Marx derzeit nur eingeschränkt arbeiten.
Quelle: Reuters

Steigende Corona-Zahlen und hoher Krankenstand belasten den Betrieb der Intensivstationen in deutschen Kliniken. "Vor allem die hohe Zahl erkrankter Mitarbeiter macht uns deshalb gerade im Gesundheitssystem zu schaffen - zudem einige auch endlich noch ihren verdienten Urlaub antreten, um mit neuer Kraft in die Wintermonate zu starten", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

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Belastung wie sonst nur in kalter Jahreszeit

55 Prozent der 736 Intensivstationen arbeiteten im teilweise eingeschränkten oder eingeschränkten Betrieb. "Das ist leider schon eine sehr hohe Zahl, die wir sonst nur in den kälteren Jahreszeiten und einer höheren Covid-Belastung gesehen haben", sagte Marx.

Intensivmedizinisch behandelt werden nach dem Divi-Tagesreport vom Freitag 1.072 Patienten, 25 mehr als am Tag zuvor. Das seien etwa doppelt so viele wie zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr und knapp vier Mal so viele wie 2020, betonte Marx.

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2.000 Intensivbetten weniger

Zugleich stünden vor allem wegen Personalmangels fast 2.000 Intensivbetten weniger zur Verfügung als im vergangenen Jahr. Zwar sei die Versorgung der lebensbedrohlich erkrankten Patienten und Notfallpatienten überall gesichert. "Aber in den Krankenhäusern werden schon wieder zahlreiche Operationen verschoben und Personal muss umgesetzt werden", machte Marx deutlich.

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