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Reaktion auf "3G"-Regelung - Immunologe Watzl: Inzidenz ist "sehr wichtig"

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Immunologe Carsten Watzl hält die Inzidenz weiterhin für einen wichtigen Faktor, um den Pandemie-Verlauf zu bewerten. Zudem sieht er kaum medizinische Gründe gegen eine Impfung.

"Die Inzidenz ist sehr wichtig, diese zeigt das aktuellste Impfgeschehen auf", so Prof. Carsten Watzl, Immunologe, zur Einführung der 3-G-Regel unabhängig von der Inzidenz in BaWü.

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Immunologe Watzl spricht sich für die Beibehaltung des Inzidenzwerts aus. Wenn man nur die Behandlung auf den Intensivstationen als Faktor beachte, wäre "man "immer zu spät dran und würde auch immer zu spät reagieren", sagte er im ZDF-Morgenmagazin.

Die Inzidenz ist deshalb noch sehr wichtig, weil sie das Infektionsgeschehen am aktuellsten darstellt.
Carsten Watzl, Immunologe

Als erstes Land hatte Baden-Württemberg die Abschaffung des Inzidenzwerts als Bewertungsmaßstab für kommende Woche angekündigt. Ab dem 16. August gilt dort: Wer geimpft oder getestest oder genesen ist, kann unabhängig von der Inzidenz am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

Modell 3G "sinnvolle Maßnahme"

Watzl geht davon aus, dass dieses Modell auch für anderen Bundesländer kommen wird, da dies ab einer Inzidenz von 35 vorgesehen sei. "Es ist eine sinnvolle Maßnahme, um jetzt den Anstieg möglichst schnell schon etwas in den Griff zu bekommen", sagte Watzl. So habe man länger Zeit, bevor im Herbst "härtere Maßnahmen ergriffen werden müssen."

Ab kommendem Montag spielt der Inzidenzwert in Baden-Württemberg keine Rolle mehr. Wer geimpft, genesen oder getestet ist, kann am gesellschaftlichen Leben voll teilnehmen.

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Wenn die Inzidenzen und die Zahl der Intensivbettenbelegung steigen, stellten die Ungeimpften eine höhere Gefahr dar.

Dann müsste man von 3G auch auf 2G gehen, weil die Ungeimpften ein viel höheres Risiko haben, sich selber zu infizieren.
Carsten Watzl, Immunologe

Auch Personen mit Immunerkrankung impffähig

Laut Watzl gibt es kaum medizinische Gründe gegen eine Impfung. "Als wirkliche harte medizinische Gründe gegen eine Impfung gibt es eigentlich nur die bekannte Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe." Das sei eine sehr kleine Minderheit. Auch Personen mit geschwächtem Immunsystem und mit Autoimmunerkrankungen könnten sich durchaus impfen lassen.

Eine wirklich großen Bevölkerungsteil der sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, den gibt es ehrlich gesagt gar nicht.
Carsten Watzl, Immunologe

Auch der SPD-Sozialexperte Lauterbach hatte sich im ZDF für eine Beibehaltung des Inzidenzwerts ausgesprochen. "Der Inzidenzwert ist sehr aussagekräftig", sagte Lauterbach.

Im Gespräch betont der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach, dass man vom Inzidenzwert in Verbindung mit der Altersstruktur der Erkrankten sehr genau ableiten könne, wie viele Patienten in den nächsten 14 Tagen im Krankenhaus kommen werden

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Zusammen mit der Altersverteilung der Infizierten könne man davon ableiten, wie viele vermutlich zwei Wochen später in ein Krankenhaus müssen oder sogar ein Bett auf einer Intensivstation benötigen. Somit sei die Sieben-Tage-Inzidenz zwar nicht das einzige Kriterium für eine Lageeinschätzung, aber: Der wichtigste Wert bleibt der Inzidenzwert."

Lauterbach im ZDF - "Der wichtigste Wert bleibt der Inzidenzwert" 

Um die Corona-Lage einzuschätzen, sei die Inzidenz das wichtigste Kriterium, sagt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im ZDF. Für Herbst prognostiziert er "2G"-Regeln.

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