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Wegen Fällen der Delta-Variante : Israel führt erneut Maskenpflicht ein

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Offenbar breitet sich auch in Israel die Delta-Variante aus. Das Gesundheitsministerium steuert gegen und führt in Innenräumen erneut den Mund-Nasen-Schutz ein.

Menschen mit Masken im Februar 2021 im Shopping Center in einem Vorort von Jerusalem
Erstmals seit April wurden in Israel wieder mehr als 100 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet - Israel reagiert auf den Anstieg
Quelle: Imago

Israel hat nach einem deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen erneut eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen verhängt. Diese war erst Mitte des Monats fast komplett aufgehoben worden. Ab Freitagmittag (11.00 Uhr/MESZ) müssten grundsätzlich alle Personen in Innenräumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Nur wenige Ausnahmen von Maskenpflicht

Ausnahmen gelten demnach nur etwa für Menschen, die Sport treiben, Kleinkinder und für den Aufenthalt in den eigenen vier Wänden. Außerdem empfiehlt das Ministerium das Tragen von Masken auf Großveranstaltungen im Freien, wie der Gay-Pride-Parade am Freitag in Tel Aviv.

Meiste Neuinfektionen mit Delta-Variante

Am Montag waren in Israel erstmals seit April wieder mehr als 100 Neuinfektionen an einem Tag nachgewiesen worden. Die meisten davon stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus.

ZDFheute Infografik

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Diese gilt als besonders ansteckend und wurde zuerst in Indien nachgewiesen. Unter den Neuinfizierten in Israel sind viele jüngere Menschen und viele geimpfte Personen.

Womöglich Ansteckung trotz doppelter Impfung

Mit Blick auf die Delta-Variante erklärt Leif Erik Sander, Infektionsimmunologe an der Berliner Charité, dass es trotz Impfung möglicherweise etwas häufiger zu sogenannten Durchbruchinfektionen kommen könnte. Das heißt, so Sander, dass sich Menschen, die vollständig geimpft sind, vielleicht trotzdem anstecken könnten.

Der Grund dafür sei, dass die Antikörper, die nach einer Impfung gebildet werden, die Delta-Variante des Virus etwas schlechter neutralisieren könnten. Wichtig sei aber, dass schwere Erkrankungen weiterhin verhindert würden.

Wirksamkeit der Impfstoffe

Eine Untersuchung aus Großbritannien hat gezeigt, dass die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen symptomatische Erkrankungen durch die Delta-Variante nach der zweiten Dosis ähnlich sind, wie bei der aktuell vorherrschenden Variante B.1.1.7 (Alpha). Die Studie, die aktuell noch von Experten geprüft wird, kommt zu folgenden Ergebnissen:

  • Zwei Wochen nach der zweiten Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer lag die Schutzwirkung bei 87,9 Prozent gegen symptomatische Erkrankungen der Delta-Variante. Für die britische Alpha-Variante liegt die Schutzwirkung bei 93,4 Prozent.
  • Zwei Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs waren 59,9 Prozent wirksam gegen symptomatische Erkrankungen der Delta-Variante im Vergleich zu 66,1 Prozent Wirksamkeit gegen die Variante B.1.1.7.
  • Nach nur einer Dosis der Impfstoffe fiel die Schutzwirkung jedoch geringer aus. Beide Impfstoffe waren zu 33,5 Prozent wirksam gegen symptomatische Erkrankungen drei Wochen nach der ersten Dosis im Vergleich zu etwa 51,1 Prozent Wirksamkeit gegen die Variante B.1.1.7.

5,2 Millionen Menschen in Israel doppelt geimpft

Im Neun-Millionen-Einwohner-Land Israel haben mehr als 5,5 Millionen Menschen bereits eine erste Corona-Impfung erhalten, rund 5,2 Millionen Menschen auch die zweite Dosis. Die Impfkampagne war besonders zu Beginn sehr erfolgreich und sorgte international für Aufsehen.

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In den vergangenen Wochen stagnierten die Impfzahlen allerdings. Mit den Zahlen der Neuinfektionen steigen nun auch wieder die Zahlen der Impfungen an.

Wie Spike-Proteine, Mutationen und der Impfschutz funktionieren, ist hier genauer erklärt:

Zu sehen ist eine Figur, die sich mit einem Schutzschild vor Viren schützt. Das Schild bröckelt.

Gefahr durch Escape-Mutationen - Virus-Varianten: Auswirkung auf Impfstoffe? 

Die Corona-Infektionen sind in Deutschland auf einem hohen Niveau, gleichzeitig wird geimpft. So können sich Virus-Varianten besonders verbreiten. Diese Story erklärt warum:

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