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Biontech-Impfdaten aus Israel : Geimpfte wohl weniger ansteckend

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Nach der zweiten Dosis des Biontech/Pfizer-Vakzins reduziert sich das Covid-Erkrankungsrisiko um fast 96 Prozent. Das ergeben neue Daten des israelischen Gesundheitsministeriums.

Nach zwei Impfdosen des Vakzins von Pfizer/Biontech sinkt das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs um 95,8 Prozent. Dies geht aus Daten des israelischen Gesundheitsministeriums hervor. In 98 Prozent der Fälle verhindere der Impfstoff Fieber und Atemprobleme, in 98,9 Prozent der Fälle führe eine Infektion mit Sars-CoV-2 nach der Impfung nicht zur Einweisung ins Krankenhaus oder zum Tod.

Schulen und Läden dürfen in Israel wieder öffnen

Die Daten gehen auf landesweite Erhebungen zurück. Israel hatte am 19. Dezember begonnen, den Impfstoff zu verabreichen. Die Daten reichen bis zum 13. Februar. Das Land, das eine Bevölkerung von rund 9,3 Millionen Menschen hat, fährt eines der ehrgeizigsten Impfprogramme der Welt. Regierungschef Benjamin Netanjahu erwartet, dass in zwei Wochen 95 Prozent der Bürger ab dem Alter von 50 Jahren geimpft sein werden. Vor diesem Hintergrund dürfen Schulen und viele Läden ab diesem Sonntag wieder öffnen.

Mit einem Grünen Pass dürfen sie unter anderem Fitness-Studios, Hotels, Theater oder Sportereignisse besuchen. Gesundheitsminister Juli Edelstein schrieb bei Twitter, mehr als 3,2 Millionen Israelis könnten ab sofort diese Vorteile genießen. Ziel ist es, die Wirtschaft im Land wieder anzukurbeln.

Der Grüne Pass öffnet das Land schrittweise wieder
Regierungschef Benjamin Netanjahu

Im Rahmen eines zweiten Öffnungsschritts nach einem wochenlangen Lockdown wurden am Sonntag auch Einkaufszentren, Museen, Bibliotheken und Gebetshäuser für Nicht-Geimpfte geöffnet. Dort müssen weiter die Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstand eingehalten werden.

Israel gehört mit seiner Corona-Impfkampagne zu den weltweiten Vorreitern. Mehr als die Hälfte aller Menschen in Israel über 30 Jahren ist mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Nun werden Rufe nach Lockerungen lauter.

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Corona-Beauftragter: Dennoch vorsichtig bleiben

Israels Corona-Beauftragter Nachman Asch sagte dem Armeesender am Sonntag, die gesammelten Daten seien dennoch mit Vorsicht zu genießen: "Wir wissen noch nicht genug über Infektionen, das ist der große Unbekannte." Es sei klar, dass die Impfung schwere Krankheitsverläufe verhindere. "Ich weiß aber nicht, inwieweit sie verhindert, dass Geimpfte das Virus in sich tragen und weitergeben." Er hoffe, dass man in den kommenden Wochen mehr darüber herausfinden werde.

Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Professor Chesi Levy, sagte, die Daten zeigten einen signifikanten Rückgang der Krankheits- und Todesfälle."«Wir sind das erste Land der Welt, das die Wirkung des Corona-Impfstoffs in der realen klinischen Welt nachweisen konnte."

Lauterbach: Hoffnungsvolle Informationen

Auf die Daten aus Israel bezieht sich auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und äußert die Hoffnung, dass sich mit dem Impfstoff von Pfizer und Biontech eine Herdenimmunität erreichen lässt.

Lauterbach verweist im Gespräch mit der Zeitung "Bild am Sonntag" auf die Studien-Ergebnisse aus Israel und von Pfizer.

Diese Auswertungen sind von großer Bedeutung. Sie sind der erste klare Hinweis darauf, dass man sich nach der Impfung nicht ansteckt und auch nicht ansteckend ist.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach

Damit würde die Impfung eine Herdenimmunität tatsächlich ermöglichen - "und die Rückkehr zum normalen Leben möglich machen".

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Ein Mann wird in Jerusalem gegen das Coronavirus geimpft.

Analyse in Israel - Biontech-Impfstoff hat hohe Wirksamkeit 

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