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Sorge vor Durchbrüchen und Delta - Booster-Impfungen für Janssen laufen an

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Wegen Durchbruchsinfektionen und der Delta-Variante reicht eine Dosis Janssen-Impfstoff nicht mehr aus. Was Sie zu Auffrischungsimpfungen bei Johnson & Johnson wissen müssen.

Eine Arzthelferin zieht in einer Praxis einer Hausärztin eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson gegen das Corona-Virus auf.
Der Janssen-Impfstoff von Johnson & Johnson: Eine Impfung reicht doch nicht. (Archivbild)
Quelle: dpa

Unter den in Deutschland eingesetzten Corona-Impfstoffen nimmt das Janssen-Vakzin von Johnson & Johnson eine Sonderrolle ein: Für einen vollständigen Impfschutz war zunächst nur eine Dosis vorgesehen.

Wegen Sorgen um eine steigende Zahl an Durchbruchsinfektionen, also Corona-Infektionen trotz vollständiger Impfung, justieren die Länder nun nach. Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung DGIIN, Prof. Christian Karagiannidis, warnte am Freitag:

Die Zweitimpfung bei Johnson und Johnson wird zum Winter hin immer wichtiger. Der Schutz der einmaligen Impfung reicht nicht.
Prof. Christian Karagiannidis, Intensivmediziner

Länder ermöglichen Termine für Auffrischung

Am Freitag ermöglichte die baden-württembergische Landesregierung Menschen mit einer mindestens vier Wochen zurückliegenden Janssen-Impfung eine weitere Impfdosis mit einem mRNA-Impfstoff. Betroffene sollen ein Impfangebot mit Pfizer/Biontech oder Moderna erhalten.

Auch in anderen Bundesländern können Janssen-Impflinge bereits Termine für ihre Zweitimpfung organisieren. Das entspricht den Beschlüssen der Gesundheitsministerkonferenz vom 11. Oktober und einer aktualisierten Beschlussempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vom 7. Oktober.

Die Stiko argumentierte, dass man bei Janssen im Verhältnis zur Gesamtzahl verabreichter Impfungen die meisten Impfdurchbrüche beobachtet habe. Auch sei die Impfstoffwirksamkeit gegen die Delta-Variante verglichen mit anderen Impfstoffen niedriger.

Wo gilt was in Deutschland? - Wie die Länder die Drittimpfungen regeln 

Ab sofort sollen besonders gefährdete Menschen bundesweit Corona-Auffrischungsimpfungen bekommen können. In mehreren Bundesländern laufen diese Drittimpfungen bereits.

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Wie können Betroffene jetzt vorgehen?

Laut dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts wurden in Deutschland bislang etwa 3,25 Millionen Menschen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft. Für sie alle kommt eine Auffrischung theoretisch in Frage.

Wer das Angebot annehmen möchte, kann sich an seinen Hausarzt oder - wo vorhanden - auch den Betriebsarzt oder das Impfzentrum wenden.

Die Kombination von verschiedenen Impfstoffen wurde dabei mehrfach wissenschaftlich untersucht. Die von der Stiko empfohlenen Optionen seien sogar "besonders wirksam", betonte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Hausärzte sind mit der geänderten Stiko-Empfehlung zur Kreuzimpfung gegen das Coronavirus unzufrieden. Die Anpassung stelle den Berufsstand vor enorme Herausforderungen.

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Wie geht es mit den Booster-Impfungen weiter?

Da der Impfschutz ganz natürlich im Laufe der Zeit abnimmt, wird auch bei anderen Impfstoffen aktuell über Auffrischungen diskutiert. Für Personengruppen wie Menschen mit Immunschwäche empfiehlt die Stiko so einen Schritt bereits.

Keine Auswirkung hat die Booster-Impfung aktuell auf den Impfstatus der Betroffenen. Auch mit der neuen Stiko-Linie zählen Personen mit nur einer Janssen-Impfung als vollständig geimpft.

In den USA hat sich das Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde
FDA am Freitag ebenfalls für die Booster-Impfung bei Johnson & Johnson ausgesprochen. Das betrifft in den USA rund 15 Millionen Menschen. Für Biontech/Pfizer und Moderna wird Risikogruppen - ähnlich wie in Deutschland - eine Auffrischung bereits empfohlen.

Eine Heimbewohnerin einer Seniorenresidenz erhält ihre Drittimpfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer am 29.09.2021
FAQ

Impfschutz nimmt mit der Zeit ab - Warum Booster-Impfungen noch wichtiger werden 

Voller Impfstatus erst mit drei Corona-Impfungen – das gilt jetzt in Israel. Auch in Deutschland steigt die Bedeutung von Booster-Impfungen. Bislang aber primär für Risikogruppen.

von Nils Metzger

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