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Generation Corona - Was wird für die Jugend getan?

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Anna Peters, Sprecherin der Grünen Jugend diskutierte bei "Für & Wider - Die ZDF-Wahlduelle" mit Mike Mohring vom CDU-Bundesvorstand über die junge Generation in der Pandemie.

Generation Corona: Was wird jetzt für die Jugend getan? Diese Frage diskutieren Anna Peters (Grüne Jugend) und Mike Mohring (CDU).

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Von der jungen Generation wurde während der vergangenen 16 Monate Pandemie Solidarität, Verzicht und Rücksicht erwartet. Jetzt fordern Kinder und Jugendliche, dass sich Gesellschaft und Politik auch um ihre Belange - Schule, Digitalisierung und Perspektiven - kümmern.

Gleich zu Beginn des ZDF-Wahlduells "Für & Wider" stellte die 25-jährige Anna Peters, Bundessprecherin Grüne Jugend, klar, dass einerseits "die CDU nicht der Wunsch-Koalitionspartner" ist und dass andererseits, Generationengerechtigkeit für sie mehr bedeutet als "gemeinsam Politik zu machen".

Peters: "Bildungsgerechtigkeit wiederherstellen"

Ihr 49-jähriger Kontrahent und Mitglied des Bundesvorstands der CDU, Mike Mohring, hingegen betonte, dass jede Generation während der vergangenen 16 Monate Pandemie Verzicht üben musste:

Verzicht und Pflicht haben jeden getroffen.
Mike Mohring, CDU-Bundesvorstand

Er gab jedoch zu, dass gerade die Jugend den Sozialraum und die Kommunikation mehr benötige und deshalb stärker ausgeschlossen war.

Nach Ansicht von Peters war der Schritt, alles dicht zu machen, der richtige. Sie forderte jedoch, dass man eineinhalb Jahre später auch Konsequenzen ziehen müsse: "Wir haben alles gemacht, um die Krise einzudämmen, viele haben ein schlechtes Abi in Kauf genommen, aber jetzt muss die Bildungsgerechtigkeit wiederhergestellt werden".

Anna Peters Bundessprecherin Grüne Jugend im Schlagabtausch mit Mike Mohring, Mitglied des Bundesvorstandes der CDU, bei "Für & Wider".

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Schlechte Noten für die Regierung

Die Sprecherin der Grünen Jugend gab der Bundes- sowie den Landesregierungen für das Krisenmanagement die Note 4-5. Die Bewertung Mohrings fiel mit einer "schlechten 3" zwar besser aus, aber der CDU-Politiker stimmte Peters zu, dass man jetzt endlich handeln müsse. In Bezug auf die Gespräche zur Digitalisierung erklärte er: "Mir bluten bereits die Ohren".

Die Digitalisierung müsse endlich umgesetzt, Schulen mit Hardware und W-Lan ausgestattet werden. "Es klingt simpel, ist es aber nicht", gab er zu und erklärte, dass "wir auf Bundesebene darüber reden, Schule aber Landeskompetenz" sei. Deshalb sei es richtig, dass der Bund sich jetzt einschalte und 200 Millionen Euro für mobile Luftfilter zur Verfügung gestellt habe.

Einig bei mehr Digitalisierung

"Ich frage mich, was in der Kultusministerkonferenz passiert ist", entgegnete Peters. Sie rechnete vor, dass Milliarden zur Rettung von Tui und Lufthansa geflossen seien, aber "die Jugend wurde vergessen". Nachdem bereits im vergangenen Sommer nichts gemacht worden sei, ist für sie das Vorgehen bei den Luftfiltern - 16 Monate später - "scheinheilig".

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Darüber hinaus beklagte sie den hohen bürokratischen Aufwand in Bezug auf dringend benötigte Hardware für Schüler:

Wir brauchen ein Sofortprogramm, damit die Schüler ab September direkt den Laptop bekommen.
Anna Peters, Bundessprecherin der Grünen Jugend

Auch forderte sie das Bündeln von Kompetenzen zur Erarbeitung von Konzepten für die Schulen, wie man durch den Herbst und eine mögliche vierte Welle komme: "Die Klassen müssen kleiner und die Lehrpläne entschlackt werden".

CDU-Politiker Mohring stimmte seiner Kontrahentin bezüglich des Bürokratieabbaus und einem Verschlanken der Lehrpläne zu. Er betonte, dass Schule ermöglicht werden müsse. "Wir müssen die Lehrer befähigen, dass sie Internet- und digitalfähig sind und nicht, dass die Schüler in diesen Bereichen mehr Kompetenzen haben". Mohring gab jedoch zu bedenken, dass man bei allem aber auch immer ans Bezahlen denken müsse und verwies dabei auf die "schwarze Null".

Schlagabtausch zwischen Schülersprecher Haram Dar und Mike Mohring (CDU) bei der Frage "Was wird jetzt für die Generation Corona getan?"

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Mohring: "Jede Generation kann laut sein"

Peters entgegnete, dass man mit diesem Mythos aufräumen müsse: "Der Staat ist kein Privathaushalt mit einem Girokonto, deshalb müssen wir aufhören so zu denken". Sie forderte ein Investitionsprogramm für die nächsten zehn Jahre, um die marode Infrastruktur wiederaufzubauen. Der CDU-Politiker entgegnete, dass es "nicht schadet, wenn Politiker mit öffentlichen Geldern so umgehen, wie mit ihrem Geld zu Hause". Man könne nur ausgeben, was man auch habe, konstatierte er. Aber, er stimme Peters zu, dass die Infrastruktur ausgebaut werden müsse.

Die Grünen-Politikerin betonte, dass man wieder den Menschen ins Zentrum der Politik stellen müsse: "Eine Politik für Jung und Alt, ohne, dass man sie gegeneinander ausspielt". Laut Mohring sei es wichtig, dass die Jugend sich engagiere, sie dürfe nur nicht, wie es in den vergangenen Wochen geschehen sei, zu leise sein: "Jede Generation kann laut sein".

 Sehen Sie die Highlights der Sendung zusammengefasst im Video:

Wie kann Politik für Jung und Alt gelingen ohne die Generationen gegeneinander auszuspielen?

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Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

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