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Jugendämter in Deutschland - Mehr Schulabbrecher erwartet

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Wegen der Corona-Krise warnen die Jugendämter in Deutschland vor einer höheren Zahl an Schulabbrechern. Die negative Entwicklung werde sich durch viele Schichten ziehen.

Schulunterricht an einem Gymnasium. Symbolbild
Schulunterricht an einem Gymnasium. Symbolbild
Quelle: picture alliance / Armin Weigel/dpa

Die Jugendämter in Deutschland erwarten eine Verdopplung der Schulabbrecher in den Jahren 2020 und 2021. "Die Corona-Pandemie wirft die Kinder- und Jugendarbeit um mindestens fünf Jahre zurück", sagte der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, Lorenz Bahr, gegenüber den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Karriereknick auch für Kinder aus Mittelschicht

Normalerweise verlassen pro Jahr rund 104.000 junge Menschen ohne Abschluss die Schule. In diesem Jahr verschärft sich die Situation durch die Pandemie.

Wir rechnen nun mindestens mit einer Verdopplung: 210.000 Schulabbrecher in 2020 und genau so viele noch einmal in diesem Jahr.
Lorenz Bahn, Vorsitzender Landesjugendämter

Diese Entwicklung werde sich durch viele Schichten ziehen, auch Kinder aus der Mittelschicht würden einen "früheren Karriereknick" erleben.

Kinder mit Lernschwächen bleiben im Homeschooling auf der Strecke. Kann eine Lerntherapie im Corona-Shutdown helfen? Und wenn ja: wie?

Beitragslänge:
3 min
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Homescholing ab Inzidenz 200

Durch die Pandemie werden die meisten Schülerinnen und Schüler insbesondere der mittleren Jahrgänge weitgehend nur im homeschooling unterrichtet. Je nach persönlichen Möglichkeiten, finanzieller und digitaler Ausstattung sowie Unterstützung der Eltern gelingt es oft nur unzureichend, den Kindern den vorgesehenen Bildungsstoff zu vermitteln.

Die Politik hat sich zum Ziel gesetzt, Schulen so lange wie möglich offen zu halten und die Grenze auf 200 Inzidenzfälle gesetzt. Während u.a. Eltern dies begrüßten, üben Lehrerverbände Kritik. So betont etwa die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)der Wert sei eine politisch motivierte Setzung, damit Schulen und Kitas geöffnet bleiben können", so die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. "Der Wert ist nicht wissenschaftsbasiert, er ist nicht am Gesundheitsschutz der Lehrenden und Lernenden orientiert."

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