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Corona-Krise in Los Angeles : Alle 15 Minuten ein Toter wegen Covid-19

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Sie arbeiten rund um die Uhr unter Vollschutz und Vollbelastung: Dennoch ist der Tod in den Krankenhäusern von Los Angeles derzeit der ständige Begleiter des Pflegepersonals.

Im Schnitt stirbt in Los Angeles alle 15 Minuten ein Mensch mit der Viruserkrankung.

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Das Piepen der lebenserhaltenden Maschinen ist das Einzige, was auf der Intensivstation eines Krankenhauses in einem der ärmsten Stadtteile von Los Angeles zu hören ist. In einer Reihe liegen mehrere ältere Männer im künstlichen Koma und angeschlossen an Beatmungsgeräte. "

Covid-19-Patienten sorgen für Überbelegung

"Wir geben unser Bestes. Aber wir haben in den vergangenen Wochen so viel Tod gesehen", sagt Krankenschwester Vanessa Arias. Arias arbeitet am Martin-Luther-King-Jr.-Community-Krankenhaus. Vor wenigen Minuten musste sie einer weiteren Familie die Nachricht überbringen, dass ihre Mutter nicht mehr am Leben ist.

"Wir sind im Auge des Sturms."
Vanessa Arias, Krankenschwester

Das MLK-Krankenhaus an der Grenze zwischen den armen Stadtvierteln Watts und Compton in South Los Angeles verfügt eigentlich nur über 131 Betten. Inzwischen behandelt es aber 215 Patienten, die meisten von ihnen wegen Covid-19. Die Krankenhaus-Kapelle und ein Geschenkartikelladen wurden zu Behandlungsräumen umgebaut und ein Feldlazarett aus Zelten vor dem Eingang errichtet.

Stundenlange Suche nach freien Klinikbetten

Die USA verzeichneten zuletzt fast 4.000 Corona-Tote in 24 Stunden. Kalifornien ist mit rund 2.500 Toten pro Woche einer der Pandemie-Hotspots geworden. Im Schnitt stirbt in Los Angeles alle 15 Minuten ein Mensch an den Folgen der Viruserkrankung. Krankenwagen mit Covid-19-Patienten sind in der zweitgrößten US-Metropole derzeit oft stundenlang unterwegs, bevor sie endlich eine Klinik mit freien Betten finden.

Taylor Reed, die als Krankenschwester in New York gearbeitet hatte, als dort im Frühjahr vergangenen Jahres die Kliniken wegen der Pandemie an ihre Belastungsgrenze kamen, findet die jetzige Situation noch gravierender: "Das ist das Schlimmste, was ich je gesehen habe", sagt die 24-Jährige.

Die Nationalgarde half in der Klinik aus

Kalifornien galt im Frühjahr als Vorbild im Umgang mit der Pandemie. Doch das ist lange vorbei. Nun sind Sanitäter in Los Angeles angewiesen, Menschen mit geringen Überlebenschancen nicht mehr in Kliniken zu bringen. Und angesichts der steigenden Totenzahlen haben die Behörden begonnen, mehr als 150 Kühlanhänger zur Aufbewahrung von Leichen in der Stadt zu verteilen.

Ein Zettel, der an einem Geschäft klebt, weist auf den Mindestabstand von 1,5 Meter hin, der einzuhalten ist.

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Kürzlich verstärkten Ärzte der Nationalgarde das strapazierte Personal der Klinik. Krankenschwester Arias versucht bei all dem Stress, möglichst regelmäßig die Angehörigen aller Patienten zu informieren. Vor wenigen Stunden hat sie die Familie einer älteren Frau angerufen, deren Zustand sich verschlechterte. "Ich habe ihnen gesagt, sie müssten schnell kommen", berichtet Arias. Die Familie schaffte es trotzdem nicht mehr rechtzeitig, um sich noch zu verabschieden.

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