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Modelliererin Pagel : Britische Expertin rät zur Kinderimpfung

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Wie kann die befürchtete Omikron-Welle abgeschwächt werden? Auch mit Kinderimpfungen, sagt Christina Pagel. Sie fordert andere Länder dazu auf, von Großbritannien zu lernen.

Ein Mädchen wurde gegen Corona geimpft. Archivbild
In Deutschland werden mittlerweile auch viele Kinder gegen Corona geimpft.
Quelle: Sebastian Gollnow/dpa

Eine der führenden britischen Corona-Expertinnen, Christina Pagel, hat Deutschland im Kampf gegen Omikron dazu geraten, vor Ende der Schulferien möglichst viele Schulkinder zu impfen. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa sagte sie: "Wenn man einen guten Anteil von ihnen schafft, bis die Schule wieder losgeht, wäre das sehr gut." Ansonsten drohten nach den Weihnachtsferien große Ausbrüche in Schulen.

Omikron ist ein kompletter Gamechanger.
Christina Pagel, britische Corona-Expertin

Auch Expertin kann Entwicklung schwer vorhersagen

Nie zuvor sei in der Pandemie eine so schnelle Verbreitung von Corona beobachtet werden. Pagel rief Deutschland und andere europäische Länder, in denen die hochansteckende Corona-Variante bislang weniger weit verbreitet ist, auf, die Entwicklung in Großbritannien zu beobachten und daraus zu lernen.

Deutschland sei möglicherweise in einer etwas besseren Lage, da beim Auftreten von Omikron bereits strengere Corona-Maßnahmen gegolten hätten als in England. So sei es möglich, dass dort die Verdoppelungsrate der Fälle eher bis zu vier Tage - statt wie in Großbritannien zwei Tage - betragen werde. Andererseits sei das Booster-Programm weniger weit vorangeschritten.

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Ausfälle wegen Omikron belasten Krankenhäuser

Dass sich Omikron in England deutlich schneller ausgebreitet hat als in Deutschland, führt die Modelliererin vom University College London auch darauf zurück, dass die Insel engere Reiseverbindungen mit Südafrika hat, wo die Variante zunächst entdeckt wurde.

London ist ein riesiger Reiseknotenpunkt. Es ist kein Zufall, dass London der Hotspot ist.
Christina Pagel, britische Corona-Expertin

In der britischen Hauptstadt sind in Krankenhäusern und Rettungsdiensten bereits etliche Beschäftigte wegen Omikron ausgefallen. Auch in anderen kritischen Branchen wird mit Personalausfällen gerechnet. "Wir hatten bisher noch nie eine Situation, in der alles gleichzeitig passiert. Und dann noch über Weihnachten, wo man ohnehin ein reduziertes Personal hat. Und es ist Winter." Es brauche nun einen echten Lockdown, um Kontakte drastisch zu reduzieren und die Zahlen zu senken.

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Weniger häufig schwere Verläufe erwartet

"Seit März 2020 haben wir nicht mehr einen so schnellen Anstieg der Fälle gesehen. Deshalb fühlt es sich auch so ähnlich an. Alle dachten, wir hätten den Lockdown hinter uns." Trotz aller furchteinflößenden Botschaften betonte Pagel jedoch auch:

Wir stehen nicht wieder ganz am Anfang. Wir werden weniger schwere Verläufe haben - dank der Impfstoffe.
Christina Pagel, britische Corona-Expertin

Omikron habe gezeigt, dass endlich die Impfquote in aller Welt erhöht werden müsse. Großbritannien und Deutschland stünden noch immer der Freigabe von Patenten im Weg. Dies müsse sich dringend ändern, sonst könnten gefährliche Varianten wie Omikron immer wieder auftreten.

Christina Pagel, Director of Clinical Operational Research Unit at University College London
Christina Pagel ist ist eine deutsch-britische Mathematikerin und lehrt am University College London.
Quelle: Privat

Pagel für Maßnahmen-Verschärfung

In Großbritannien gehört die deutsch-britische Mathematikerin vom University College London zu den führenden Erklärerinnen in der Pandemie. Wie viele andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler spricht sie sich für eine Verschärfung der Maßnahmen aus, um die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. In England und Schottland ist Omikron bereits die vorherrschende Variante und hat die Corona-Fallzahlen zuletzt in ungekannte Höhen schnellen lassen.

Auf der Illustration ist eine Frau zu sehen, die beide Arme zur Schulter zieht. Über der linken Hand schwebt ein Symbol mit Daumen runter, über der rechten Hand schwebt ein Symbol mit Daumen hoch.

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Die Corona-Impfung trägt maßgeblich zur Eindämmung der Pandemie bei. Könnte eine Impfpflicht das Virus sogar ausrotten? Ein Überblick.

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Querdenke während einer Demonstration

Nachrichten | heute journal - Warnung vor Extremisten in Energiekrise  

Sicherheitsbehörden warnen davor, dass Extremisten die Energiekrise und Inflation ausnutzen könnten. Für den Herbst rechnen sie auch mit neuen Protesten der "Querdenker-Szene".

06.08.2022
von Astrid Randerath
Videolänge
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