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Corona-Krise - Lage in Kliniken spitzt sich zu

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Die steigenden Corona-Zahlen bringen die Klinken in Not. Die Intensivstationen sind vielerorts ausgelastet. Zur Not müssen Patienten in andere Bundesländer gebracht werden.

Vor allem im Süden und Osten Deutschlands kommen Krankenhäuser aufgrund der hohen Corona-Zahlen an ihr Limit. Manche Patienten müssen in andere Kliniken verlegt werden.

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Die Lage in den Kliniken wird wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Patienten immer schwieriger. Die Kapazitäten auf den Intensivstationen sind teilweise fast ausgeschöpft, planbare andere Operationen werden verschoben, Patienten finden unter Umständen in ihrer Nähe keine freie Klinik mehr und werden in andere Städte ihres Bundeslandes gebracht.

Vor allem im Süden und Osten bereiten sich Kliniken auf die Verlegung von Patienten auch in andere Bundesländer vor, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Allerdings sind die Aufnahmemöglichkeiten anderer Länder ebenfalls begrenzt.

"Es ist fünf nach 12", sagt der Chef des RKI Wieler. Seit fünf Tagen steigt die Inzidenz, in vielen Landkreisen seien die Intensivstationen schon jetzt am Limit.

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Süddeutschland: Täglich Verlegungen

Aus einem vertraulichen Bericht der Länder geht hervor, dass in Bayern und Baden-Württemberg bereits "täglich Verlegungen zwischen Krankenhäusern zum Ausgleich und zum Erhalt der Funktionsfähigkeit durchgeführt" werden, wie die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" berichten.

"Im Norden gibt es noch Kapazitäten, im Süden sind sie praktisch aufgebraucht", heißt es demnach im Bericht der länderübergreifenden Steuerungsgruppe des sogenannten Kleeblattsystems zur Patientenverteilung bei regionaler Überlastung. Die 16 Bundesländer sind in bundesweit fünf Gruppen (Kleeblätter) eingeteilt, die sich zunächst gegenseitig helfen sollen. Ist ein ganzes Kleeblatt überlastet, wird deutschlandweit verteilt.

Marx fordert bundesweite Regelungen

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) forderte mit Blick auf schärfere Corona-Gegenmaßnahmen ein entschiedenes Handeln der Politik. "Wir brauchen sehr zügig klare und der Lage angemessene Entscheidungen, und zwar für bundesweit einheitliche Regeln", sagte Divi-Präsident Gernot Marx der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

In Thüringen, dem Land mit der zweithöchsten Sieben-Tage-Inzidenz, ist die Lage vor allem in absoluten Zahlen dramatisch: Von den 637 Intensivbetten waren noch 82 frei. Zugleich hat das Land mit 23,9 Prozent (152) den höchsten Anteil an Corona-Patienten auf den Intensivstationen.

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, zeigt sich besorgt über die Lage auf den deutschen Intensivstationen. "Man muss lokal von einer Notlage sprechen", so Marx.

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Lage in Sachsen spitzt sich zu

Auch Sachsen richtet sich darauf ein, das Kleeblattprinzip wieder zu aktivieren und Patienten in Nachbarländer zu verlegen, wie der Geschäftsführer der Landes-Krankenhausgesellschaft, Stephan Helm, sagte.

Das Land hat die höchste Sieben-Tage-Inzidenz und den zweithöchsten Anteil an Corona-Patienten auf den Intensivstationen (22,1 Prozent). Von 1.336 Intensivbetten sind noch 174 frei (13 Prozent). Allerdings bildet Sachsen mit Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg ein Kleeblatt.

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Sachsen-Anhalt an der Aufnahmegrenze

Sachsen-Anhalt sieht sich an der Aufnahmegrenze und Berlin hatte am Freitag prozentual sogar noch weniger freie Intensivbetten (7,0) - so bleibt erstmal nur Brandenburg, wo die Corona-Lage noch halbwegs entspannt ist (17,4 Prozent freie Betten).

Auf der Covid-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation vom Universitätsklinikum Leipzig versorgen Ärzte und Schwestern Patienten am 08.11.2021.
FAQ

Intensivstationen - So schätzen Kliniken die Corona-Lage ein 

Mit der Inzidenz steigt die Zahl der Covid-Erkrankten auf den Intensivstationen. Die Sorge vor einer Überlastung wächst erneut. Wie sehen Kliniken die aktuelle Corona-Lage?

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