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Kultur und Sport - Konzept für Rückkehr der Zuschauer vorgelegt

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Keine Zuschauer in den Sportarenen, Theater und Konzertsäle geschlossen: Experten haben ein Konzept vorgelegt, wie Öffnungen trotz Corona möglich sein könnten.

Archiv, Hamburg: Theatergäste sitzen in Hamburg im deutschen Schauspielhaus.
Bald wieder möglich? Zuschauer im Schauspielhaus in Hamburg.
Quelle: dpa

Mit personalisierten Tickets, einer Maskenpflicht sowie Alkoholverboten soll der Weg für eine Rückkehr von Zuschauern in Kultur- und Sporteinrichtungen in Zeiten der Corona-Pandemie eröffnet werden. Ein von 20 Experten und Wissenschaftlern vorgestelltes Konzept sieht unter bestimmten Voraussetzungen eine Auslastung von Veranstaltungen von 25 Prozent bis hin zur Vollauslastung vor.

Rückkehr von zunächst 25 Prozent der Zuschauer angestrebt

"Wir denken, dass ein Einstieg bald möglich ist", sagte der Gesundheitsökonom und Hygieneexperte Florian Kainzinger. Der Zeitpunkt der Öffnung habe dabei nicht die oberste Priorität, sondern die Frage, wie eine Öffnung gestaltet werden könne.

Das Konzept wird von zahlreichen Verbänden unterstützt, darunter dem Deutschen Bühnenverein, dem Deutschen Kulturrat, dem Deutschen Fußball-Bund sowie renommierten Konzerthäusern wie dem Gewandhaus Leipzig und den Berliner Philharmonikern. Zu den Unterstützern zählen Expertinnen und Experten etwa aus den Bereichen Infektiologie und Virologie, Raumlufttechnik, Gesundheitsökonomie sowie Sport-, Kultur- und Rechtswissenschaften.

Wir können nicht alles absperren, bis die letzte Person geimpft ist.
Florian Kainzinger, Gesundheitsökonom

Ein Basiskonzept sieht für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen eine Auslastung von 25 bis 30 Prozent vor, wenn ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorliegt, Abstandsregeln eingehalten und durchgehend Masken getragen werden. Zudem müssten personenbezogene Tickets ausgegeben sowie die An- und Abreise gesteuert werden, bei mehr als tausend Besuchern soll ein Alkoholverbot gelten.

Das Corona-Kabinett und die Gesundheitsminister sprechen heute über die weitere Pandemie-Bekämpfung. Aber auch Lockerungen und Perspektiven stehen auf dem Programm.

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Für Freiluftveranstaltungen geht das Konzept bei vergleichbaren Maßnahmen von einer Auslastung von bis zu 40 Prozent aus. Bei größeren Hallen mit moderner Lüftungstechnik und bei Freiluftveranstaltungen seien mehr Zuschauer möglich, wenn ein fachärztliches Hygienekonzept als einheitlicher Standard gilt. Eine Vollauslastung halten die Experten für möglich, wenn zusätzlich alle Zuschauer vor Ort getestet werden.

Schutz und Öffnung - "beides machbar"

Georg-Christian Zinn, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin, verwies darauf, dass der medizinische Bereich derzeit durch schwere Corona-Fälle nicht mehr so belastet sei wie vor der zweiten Corona-Welle. Zudem sei der Großteil der besonders schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen fast durchgeimpft, sagte Zinn. Der Mediziner forderte ebenso wie Kainzinger, von der bisherigen reinen Fokussierung auf die Inzidenzzahlen abzurücken und vorrangig Risikogruppen in den Blick zu nehmen.

Wir müssen Wege finden, das Leben auch mit Corona zu gestalten.
Andrea Zietzschmann, Intendantin der Berliner Philharmoniker.

Zudem bräuchten die Künstler nach einem Jahr weitgehend geschlossener Spielstätten eine Perspektive, so Zietschmann.

Mit dem Konzept gebe es erstmals einen branchenübergreifenden, differenzierten Beitrag zur Diskussion um angemessene Wege aus dem Shutdown, erklärte Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats. "Wir wollen wieder öffnen und wir wollen die Menschen, die unsere Einrichtungen besuchen oder in ihnen arbeiten, vor dem Virus schützen." Beides sei machbar.

Wir bieten Künstler*innen, die derzeit keine haben, eine Bühne, und Zuschauer*innen Kultur frei Haus. Wir stellen vor: Jazzsängerin und Vocalcoach Stefanie Ruck.

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