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Montgomery und Gassen - Ärzte gegen höhere Beiträge für Impfunwillige

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Weltärztepräsident Montgomery und der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Gassen, sprechen sich gegen höhere Krankenkassenbeiträge für Impfunwillige aus.

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery spricht bei einer Presskonferenz in Münster.
Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery
Quelle: Skolimowska/dpa (Archiv)

In der vom bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) angestoßenen Diskussion um höhere Krankenversicherungsbeiträge für Ungeimpfte haben sich Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery und der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, gegen eine solche Maßnahme ausgesprochen.

Der Raucher muss sich nicht an den Kosten seiner Behandlung beteiligen, der Skiläufer bekommt den Beinbruch auch wie jeder andere behandelt und finanziert. Das ist auch gut so.
Frank Ulrich Montgomery, Weltärztepräsident

Das deutsche Gesundheitssystem kenne keine "verschuldensabhängigen Beitragszahlungen", sagte Montgomery der "Rheinischen Post".

Kaum ein Thema erregt die Gemüter in Deutschland gerade so sehr wie die Impfpflicht. Dabei ist die Stimmung seit dem Sommer gekippt. Es gibt einen messbaren Wandel.

Beitragslänge:
8 min
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Montgomery für flächendeckende Maskenpflicht

Der Mediziner unterstützte dagegen den Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), eine FFP2-Maskenpflicht möglichst flächendeckend einzuführen.

Es bestehe kein Zweifel daran, dass FFP2-Masken besser schützten als einfache OP-Masken, sagte der Weltärztepräsident. Daher ergebe es Sinn, "in Hochinzidenzzeiten das Tragen von FFP2-Masken verbindlich zu machen".

KBV-Chef: Menschen überzeugen

Auch der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat gegenüber der "Rheinischen Post" höhere Krankenkassenbeiträge für Impfunwillige strikt abgelehnt. Er sagte:

Die solidarische gesetzliche Krankenversicherung mit über 100-jähriger Geschichte kennt keine risikoadaptierten Prämien.
Andreas Gassen, KBV-Chef

Gassen argumentierte, es bleibe „rätselhaft, wie Malusregelungen bei Menschen greifen sollen, die im Rahmen von Transferleistungen krankenversichert sind. Es wäre besser, die Menschen zu überzeugen", so der KBV-Präsident.

Holetschek: Nachteile für Ungeimpfte

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte vorgeschlagen, bei Verstößen gegen die geplante allgemeine Impfpflicht nicht nur Bußgelder zu verhängen, sondern auch finanzielle Nachteile bei der Krankenversicherung zu erwägen.

In Frage käme nach seinen Worten unter anderem höhere Krankenkassenbeiträge für Ungeimpfte, eine Beteiligung an den Behandlungskosten oder die Streichung des Krankengelds.

Auf der Illustration ist eine Frau zu sehen, die beide Arme zur Schulter zieht. Über der linken Hand schwebt ein Symbol mit Daumen runter, über der rechten Hand schwebt ein Symbol mit Daumen hoch.

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