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Corona und Kriminalität - Wenn das BKA von zu Hause fahndet

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Auch für das Bundeskriminalamt gelten die Corona-AHA-Regeln. So mancher Beamte arbeitet daher vom heimischen PC aus; Verbrecher allerdings zunehmend auch.

Illustration: Ein Mann arbeitet am 12.07.2014 in Kaufbeuren (Bayern) an der Tastatur eines Laptops
Die Zahl der Verbrechen im Internet hat zugenommen.
Quelle: imago images / photothek

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf die Verbrecherjagd in Deutschland aus: Beim Bundeskriminalamt liegt der Homeoffice-Anteil aktuell bei gut 50 Prozent, wie Behördenchef Holger Münch dem "Spiegel" sagte.

"Das ist für eine Sicherheitsbehörde sehr hoch. Aber natürlich geht das nicht in allen Bereichen." Denn:

Vernehmungen können wir nicht im eigenen Wohnzimmer durchführen.
Holger Münch, Präsident Bundeskriminalamt

Auch er selbst arbeite zwischen ein und drei Tagen pro Woche im Homeoffice. "Wir haben die Marschroute, persönliche Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. Das gilt auch für mich."

Starker Anstieg von Malware im Internet

Die Corona-Pandemie hat nach Angaben Münchs auch die Kriminalität in Deutschland verändert. "Wenn die Menschen zu Hause bleiben, ist etwa ein Wohnungseinbruch riskanter", sagte er dem "Spiegel". Und:

Wenn es keine Menschenansammlungen gibt, haben Taschendiebe keine Chance.
Holger Münch, Präsident Bundeskriminalamt

Leider seien Kriminelle aber anpassungsfähig und "verlagern ihre Taten dahin, wo die Menschen während des Lockdowns noch präsenter sind, nämlich ins Netz".

"Es ist unfassbar einfach, in Deutschland mit wenigen Daten shoppen zu gehen im Netz." Mara Bergmann ist eine von Tausenden Bestellbetrugsopfern in Deutschland. In ihrem Namen wurden Einkäufe von insgesamt 6.000 Euro getätigt.

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2 min
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Die Cyber-Kriminalität habe im vergangenen Jahr erheblich zugenommen, sagte der BKA-Chef. "Wir verzeichnen mittlerweile zwischen acht und 17 Millionen neue Malware-Varianten pro Monat - das sind fast unvorstellbare Dimensionen."

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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