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Intensivmediziner zur Notbremse : Janssens: Wünsche mir "Einigkeit der Politik"

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Es brauche einheitliche, flächendeckende Regeln im Kampf gegen Corona, meint Intensivmediziner Uwe Janssens bei ZDFheute live. Das Hin und Her der Politik spalte die Gesellschaft.

"Die Lage wird täglich dringender", die Hinweise der Intensivmediziner sollten ernst genommen werden. So beschrieb Gesundheitsminister Jens Spahn die Corona-Lage in Krankenhäusern und speziell auf Intensivstationen am Vormittag.

Einer dieser Intensivmediziner ist Prof. Dr. Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler. Bei ZDFheute live sagte er, die Forderung, die Infektionszahlen wieder zu senken, äußere er und seine Kollegen seit bereits seit Monaten.

Die ganze Diskussion nur an freien Betten festzumachen, ist das eine. Das andere ist, an die Schicksale von schwer erkrankten Patienten zu denken.
Dr. Uwe Janssens

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Janssens: Schlingerkurs der Politik spaltet Gesellschaft

Es seien jetzt einheitliche Regeln nötig um Infektionen zu verhindern, so Janssens. Durch das Hin und Her in der Corona-Politik, die Kleinteiligkeit in der Diskussion um Maßnahmen, seien politische Akteure aller Parteien mit dafür verantwortlich, das die Gesellschaft gespalten wird. Bezogen auf die geplante "Bundes-Notbremse" sagte er:

Ich würde mir so sehr wünschen, wenn die Politik hier Einigkeit zeigen würde [...] und sagt, ja wir machen das jetzt einmal, weil andere haben es auch geschafft.
Dr. Uwe Janssens

Alles tun, um Triage-Situationen zu verhindern

Ein großer Vorteil sei, "dass das Gesundheitssystem in Deutschland unglaublich gut ist" im Vergleich zu anderen Ländern in Europa oder der Welt. Es gebe mehr Intensivbetten pro Einwohner als in den meisten anderen Ländern. In Deutschland sind es 34 pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Frankreich sind es nur 16, in Großbritannien 10 und in den Niederlanden nur 6,6 Intensivbetten pro 100.000 Menschen. Das Nadelöhr seien aber auch meist nicht die Betten, sondern das Personal zur Versorgung der Patienten.

Es sei nicht die Absicht der Mediziner, das Horror-Szenario einer Triage-Entscheidung an die Wand zu malen, also wenn Ärzte und Pfleger entscheiden müssen, welcher Patient behandelt werden kann und welcher sterben muss. Diese Entscheidungen mussten bisher in der Pandemie in Deutschland noch nicht getroffen werden, so Janssens. Trotzdem müsse man jetzt alles erdenklich mögliche tun, um nicht in eine solche Situation zu kommen.

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