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Corona-Lage in Deutschland - RKI: Schwere Wochen stehen bevor

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Weil die Gesundheit das Wichtigste sei, richtet das RKI einen eindringlichen Appell an die Menschen: Über die Feiertage sollen Kontakte eingeschränkt werden. Die Lage sei ernst.

Eine Woche nach dem Shutdown bleibt die Corona-Lage in Deutschland angespannt. Das Robert Koch-Institut ruft deshalb eindringlich dazu auf, Treffen über Weihnachten zu vermeiden.

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"Tatsächlich stehen uns einige schwere Wochen bevor, wir sollten sie nicht noch schwerer machen" - kurz vor Weihnachten kann Lothar Wieler, der Chef des RKI, keine positiven Nachrichten verkünden.

Denn: Die Corona-Situation verschlechtert sich weiter. Es gebe weiter neue Höchstzahlen an Neuinfektionen und an Todesfällen. In Altenheimen kämen schwere Ausbruchsgeschehen hinzu. Zudem seien Krankenhäuser, Ärzte und Ärztinnen sowie Pflegekräfte am Limit.

Der einzige Weg aus der aktuellen Situation sei laut RKI-Chef Wieler, die Neuinfektionen zu senken - und zwar deutlich. "Und wir müssen sie dann auch niedrig halten", so Wieler.

Für das Weihnachtsfest hat er daher eine eindringliche Bitte:

Ich bitte Sie heute eindringlich darum, die Tage zwischen den Jahren in Ruhe und wirklich nur im kleinsten Familienkreis zu verbringen. Bitte schränken sie Ihre Kontakte auf das Nötigste ein, verreisen Sie nicht, treffen Sie möglichst nur wenige, und wenn dann nur immer dieselben Menschen. Und treffen Sie sich möglichst draußen.
Lothar Wieler, RKI-Chef

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 197,6 - Höchststand seit Beginn der Pandemie. Die Lage verschlechtert sich laut RKI-Chef Wieler weiter. Eindringlich ruft er auf, Kontakte über Weihnachten auf das absolute Minimum zu reduzieren und nicht zu verreisen.

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Feiertage als Risiko

Zwar gelten derzeit die verschärften Regeln des Shutdowns, doch: "Es wird vermutlich mehrere Wochen dauern, bevor die Fallzahlen zurückgehen. Und vor allem: bis sich die Zahl der Schwerkranken und die Zahl der Todesfälle auch reduziert", erklärt Wieler.

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Mit Blick auf die Feiertage befürchtet er zudem einen negativen Trend. Das Infektionsgeschehen könne sich weiter anspannen.

Der Grund: Während der Feiertage würden sich Menschen aus ganz Deutschland sich in verschiedenen Regionen treffen - ein Nährboden für eine schnelle Ausbreitung.

Derweil sind die Corona-Zahlen weiter auf einem hohe Niveau: Zuletzt gab es laut RKI 19.528 Neuinfektionen und weitere 731 Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind. Wieler verweist in diesem Zusammenhang auf das hohe Risiko bei den über 80-Jährigen.

Dem RKI-Chef ist es ernst. Bei seinem mehrmaligen Appell an die Menschen verweist er auch auf eine ganz spezielle Sache:

Tatsächlich ist doch die Gesundheit das Wichtigste, was wir haben.
Lothar Wieler, RKI-Chef

RKI zu Corona-Mutation: Viele Fragen offen

Das RKI beobachtet die neue Corona-Mutation aus Großbritannien. Doch:

Wir können die Bedeutung dieser Variante für das Geschehen noch nicht endgültig einschätzen. Wir beobachten das aber sehr genau. Es sind noch viele Fragen offen.
Lothar Wieler, RKI-Chef

Doch auch gegen die übliche Veränderungen von Viren gibt es laut RKI ein erstes Gegenmittel: Die Zahl der Neuinfektionen zu senken und somit die Ausbreitung zu vermeiden. Denn: Je mehr sich Viren verbreiten würden, umso mehr Gelegenheit hätten sie sich zu verändern.

Zugleich geht das Robert-Koch-Institut von der Verbreitung der Virus-Variante auch in Deutschland aus. Zwar sei es nach aktuellem Stand noch nicht nachgewiesen, aber:

Die Wahrscheinlichkeit schätze ich als sehr, sehr hoch ein.
Lothar Wieler, RKI-Chef

Neue Variante in Großbritannien - Coronavirus-Mutation: Was wir bisher wissen 

In Großbritannien wurde eine neue Virus-Variante entdeckt, die sich offenbar schneller ausbreitet. Vieles ist noch unklar - ein Überblick.

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Abstandspflicht noch für Monate

Trotz des bevorstehenden Impfbeginns hält das RKI noch über Monate eine Abstandspflicht für nötig. Das Impfen werde dauern und zudem garantiere es - wie üblich - keinen hundertprozentigen Schutz, sagt RKI-Impfexperte Ole Wichmann.

Dennoch mache die Impfung Hoffnung. Es bestehe zudem Anlass anzunehmen, dass der Stoff auch gegen die aktuelle Mutation des Virus helfe.

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