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Corona-Debatte - Kellner bei Lanz: Kein Lockdown mehr

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Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner erklärt bei Lanz, warum es keinen Lockdown mehr geben wird. Immunologe Carsten Watzl zeigt auf, wie es zu Impfdurchbrüchen kommt.

Der Bundesgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen, Michael Kellner, spricht sich bei Markus Lanz gegen einen weiteren Corona-Lockdown aus.

Beitragslänge:
3 min
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Die Corona-Infektionszahlen steigen. Die Impfquote stagniert. Merkels Bundesregierung ist nur noch kommissarisch im Amt. Um in Sachen Corona Handlungsfähigkeit zu signalisieren, haben die drei Partner der möglichen Ampelkoalition am Mittwoch ein Eckpunktepapier vorgelegt.

Demnach soll die "epidemische Notlage nationaler Tragweite" wie geplant zum 25. November auslaufen. Maßnahmen zum Infektionsschutz sollen bis zum 20. März 2022 gelten.

Kellner: Coronavirus wartet nicht

Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer der Grünen, betonte diesbezüglich bei Markus Lanz:

Das Virus wartet nicht, bis es eine neue Bundesregierung gibt. Deswegen wollten wir gemeinsam Handlungsfähigkeit zeigen.
Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer Grüne

Es sei klar gewesen, dass die "sogenannte pandemische Lage auf Bundesebene" auslaufe, so der 44-jährige Politiker. "Es geht nicht um den Freedom Day. Die Entscheidung ist, dass all die Maßnahmen - 2G, 3G, Hygienekonzepte, Maskenpflicht - weiterhin möglich und notwendig sind."

Ich kann keinen Lockdown mehr machen und präventiv alles dicht machen. Dieses Instrument ist genommen.
Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer Grüne

Es sei deswegen genommen, "weil es dafür nach unserer Auffassung keine rechtliche Grundlage mehr gibt, wenn wir eine Möglichkeit haben, dass sich Menschen über Impfungen schützen können".

Dennoch räumte Michael Kellner ein: "Zwei Drittel Impfquote ist gut, aber nicht gut genug."

Auf den Intensivstationen liegen zurzeit in Deutschland etwa zehn Prozent Corona-Patienten, die geimpft sind. Gründe für die Entwicklung gibt es mehrere.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Immer mehr Impfdurchbrüche

Markus Lanz fragte den Immunologen Carsten Watzl: "Warum hört man plötzlich so viel über sogenannte Impfdurchbrüche?" Der Professor für Immunologie definierte zunächst den Begriff: "Ein Impfdurchbruch ist, wenn sich jemand, der vollständig geimpft ist, symptomatisch infiziert."

Für einige Leute käme das vielleicht überraschend, "aber ehrlich gesagt hatten wir die ersten Impfdurchbrüche in der Zulassungsstudie", so Watzl. Und weiter:

Es war zu erwarten: Je mehr Menschen wir impfen, desto mehr Durchbruchsinfektionen sehen wir.
Carsten Watzl, Immunologe

Watzl: Wirksame Impfung

Zudem nehme der Impfschutz vor der reinen Infektion mit der Zeit ab, so Watzl. "Wir haben mal bei über 90 Prozent angefangen und sind deutschlandweit jetzt bei 75 Prozent."

Der Schutz vor dem schweren Verlauf läge aber immer noch bei über 90 Prozent, erklärte der Immunologe am Donnerstagabend bei Markus Lanz. Impfdurchbrüche würden nicht bedeuten, dass die Impfung nicht wirkt. "Deshalb kann man sich als Geimpfter ein bisschen entspannen", sagte Carsten Watzl.

Michael Kellner fügte an: "Jetzt geht es darum, die Zeiten bis März für weitere Impfungen zu nutzen, dass wir die Impfquote weiter nach oben bekommen."

Hier können Sie die komplette Sendung anschauen:

Über den Machtwechsel in Deutschland, die angestrebte Ampel-Koalition und über den weiteren Kurs in der Coronakrise sowie die Gründe steigender Coronainfektionszahlen

Beitragslänge:
74 min
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ZDFheute Update

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