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"Licht am Ende des Tunnels" : Lauterbach vorsichtig optimistisch

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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich mit Blick auf die Pandemie vorsichtig optimistisch gezeigt.

Karl Lauterbach wird per Video zur ZDF-Silvesterparty zugeschaltet
Karl Lauterbach wurde in die ZDF-Silvestershow zugeschaltet und äußerte sich vorsichtig optimistisch zum Pandemie-Verlauf in 2022.
Quelle: dpa

Fürs nächste Jahr gebe es "Licht am Ende des Tunnels", sagte der SPD-Politiker am Freitagabend in der ZDF-Silvestershow vom Brandenburger Tor. Auch wenn die Omikron-Variante nochmal eine schwere Herausforderung werde.

Aber es sieht so aus, als wenn diese Variante etwas weniger gefährlich wäre als die Delta-Variante.
Karl Lauterbach, Bundesgesundheitsminister

Das sei schon mal ein Lichtblick. Man wisse noch nicht genau, ob das auch für die Ungeimpften gelte. Mehrere Virologen hatten zuletzt Anlass für vorsichtigen Optimismus bei der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland gesehen.

Lauterbach sieht "Chance, aber nicht Gewissheit" auf Endemie

Forscher Christian Drosten verwies im ZDF-"heute journal" auf Daten aus Südafrika, wo sich die besonders ansteckende Variante Omikron zunächst verbreitet hatte: "In gewisser Weise kann uns das beruhigen. Südafrika ist sicher ein Blick in eine Zukunft, in eine endemische Situation, die sich dort gerade einstellt", sagte Drosten. "Nur sind wir leider noch ein ganzes Stück davon entfernt." [Das ganze Interview im folgenden Video.]

Booster-Impfungen, Omikron und der Weg zur Endemie: Virologe Christian Drosten erklärt im heute journal, was er 2022 - im dritten Pandemie-Jahr - erwartet.

Beitragslänge:
5 min
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Lauterbach sagte nun am Silvesterabend, er teile die Einschätzung von Drosten, dass "wir diese Chance haben". Es ist aber nur eine Chance, es ist keine Gewissheit.

"Endemie" wäre weniger gefährlich

Gefragt wurde er auch nach dem Unterschied zwischen pandemisch und endemisch. Würde das Virus endemisch, dann würde "zu keinem Zeitpunkt" die Gefahr bestehen, dass das Gesundheitssystem überfordert wäre.

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Man würde dann mit dem Virus leben können, es wäre keine Situation zu befürchten, "die uns aus der Hand gerät". "Und diese Möglichkeit haben wir", sagte Lauterbach, der nach eigenen Worten im kleinen Freundeskreis ins neue Jahr feierte. Die Omikron-Variante bilde möglicherweise eine Brücke.

"Aber wir wissen es noch nicht gewiss, weil wir noch nicht wissen, wie gefährlich die Omikron-Variante für diejenigen ist, die vollkommen ungeimpft sind.
Karl Lauterbach

Bestehe also die leichte Chance, dass Corona irgendwann wie eine Grippe sei, wurde Lauterbach gefragt. Der Bundesgesundheitsminister sagte, die Infektion werde immer etwas anders verlaufen als eine Grippe, deswegen sei der Vergleich nicht wirklich hilfreich.

Aber: Ich glaube schon, dass wir mit dem Coronavirus leben können. Dass wir unser normales Leben komplett zurückbekommen. Dafür kämpfen wir. Und dafür wird das nächste Jahr entscheidend sein. 
Karl Lauterbach

Lauterbach appellierte an die Menschen, sich impfen zu lassen. Er hatte auch dazu geraten, am Silvesterabend vorsichtig zu sein.

[Weil in Südafrika viele Menschen eine Grundimmunität gegen Corona haben, gebe es weniger schwere Verläufe, sagt der Virologe Wolfgang Preiser. Verliert Corona so seinen Schrecken? Mehr im Interview.]

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