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EM-Finale und Delta-Variante - London zwischen Zorn und Hoffnung

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Die Stimmung fehlt, die Infektionszahlen steigen. Im Finalort der Europameisterschaft ist von Euphorie und Fußball-Fest kaum etwas zu sehen. Das wird sich wohl auch nicht ändern.

Trotz guter Impfquote steigen die Infektionszahlen wieder, weil die Delta-Variante sich ausbreitet: Ein hohes Risiko auch für die EM in London. Was bedeutet das für Fans und Teams?

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Euphorische Fans aus verschiedenen Ländern, die zusammen ein Fußball-Fest feiern: So hat sich die UEFA die Europameisterschaft sicher vorgestellt. Nachdem das Turnier im vergangenen Jahr Corona-bedingt nicht stattfinden konnte, bleibt auch in diesem Jahr die EM-Stimmung aus. Vor allem in London. Nicht einmal Fanmeilen, wie wir sie eigentlich kennen, findet man gerade in England.

Hoffnung auf ausverkauftes Wembley schwindet

Das alles, obwohl man lange gehofft hatte, dass genau die Spiele in London ein Zeichen für die Rückkehr der Normalität im Fußball sein könnten. Eventuell sogar mit einem Finale im vollbesetzten Wembley Stadion, weil die Briten mit einer erfolgreichen Impfkampagne glänzten.

Diesen Traum lässt die Delta-Variante des Coronavirus zerplatzen und sorgt erneut für rapide ansteigende Infektionszahlen im Vereinigten Königreich. Mehrfach wurden in den vergangenen Tagen mehr als 10.000 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. So viele wie seit Februar nicht mehr. Der "Freedom Day", an dem alle Maßnahmen aufgehoben werden sollen, wurde wegen des Anstiegs um vier Wochen auf den 19. Juli verschoben.

Großbritannien wollte eigentlich kommende Woche zurück in die Normalität. Premier Boris Johnson verschiebt die Lockerungen nun. Andreas Stamm hat Details.

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Verliert London das Finale?

Am Freitag rüttelt dann auch noch eine Nachricht das Mutterland des Fußballs auf: Könnte die UEFA London die EM-Halbfinals und das Finale aufgrund weiter bestehender strikter Einreiseregeln entziehen? Denn: Einreisende aus nahezu allen europäischen Ländern müssen in England derzeit für zehn Tage in Quarantäne. Priorität sei weiterhin, das Land vor Covid zu schützen, lässt Premier Boris Johnson wissen.

Gleichzeitig schließt er ein Entgegenkommen gegenüber der UEFA nicht aus, was die Einreisemodalitäten für etwa 2.500 Ehrengäste und VIPs angeht, die zu den Halbfinals und dem Endspiel anreisen wollen. Solche, sollte sie es denn geben, könnten mit hohen Sicherheitsvorkehrungen einhergehen - wie beispielsweise täglichen Tests und einem Bubble-Konzept, das den Personen nur das Pendeln zwischen Hotel und Stadion gestattet. Für den "normalen" Fußballfan scheinen solche Ausnahmen schwieriger durchsetzbar.

Urlaubsfrust der Briten

Eine Ausnahmeregelung für ausländische Fußballfans könnte zudem Zorn der Briten auf ihre Regierung wegen unfairer Behandlung schüren. Denn: Viele verzichten aufgrund der strengen Reiseregeln auf den Sommerurlaub oder den Besuch von Verwandten und Freunden im Ausland. Zehntausende Fans aus ganz Europa in der britischen Hauptstadt scheinen aus vielen Gründen undenkbar.

In England greift aktuell die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus um sich, die Fallzahlen steigen rasant. Die Angst vor einer Ausbreitung hierzulande wächst. Kanzlerin Merkel sieht die hohen Zuschauerzahlen bei der EM kritisch.

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Was passiert, wenn Fans ungehindert an Spielorte reisen können, zeigte die Begegnung der englischen Nationalmannschaft gegen Schottland. Zahlreiche Schotten waren am Freitag, trotz eindringlicher Appelle der Politik, ohne Tickets nach London gereist und hatten sich in der Innenstadt versammelt. Das war möglich, da es innerhalb des Vereinigten Königreiches nahezu keine Reiseeinschränkungen mehr gibt.

Großbritannien, London: Fußball: EM, England - Schottland, Vorrunde, Gruppe D, 2. Spieltag, im Wembley Stadion.  Schottische Fans feiern vor Beginn des Spiels.
Regen, Party und jede Menge Bier: Schottische Fans eroberten zu Tausenden die Straßen der britischen Hauptstadt.
Quelle: dpa

Neue Infektionswelle droht

Feiernde Menschenmassen, alkoholisiert, ohne Abstand und Masken inmitten einer neuen Infektionswelle und der Ausbreitung einer ansteckenderen Variante: Solche Szenen dürften sich während der noch andauernden Pandemie weder die Austragungsorte noch die UEFA wünschen.

Gerade sieht es weiterhin so aus, als würden UEFA und britische Regierung Lösungen finden, damit der Fußball für die Endspiele weiterhin "nach Hause" ins Wembley kommen darf. Auch weil eine Alternative wie Budapest nach massiver Kritik an den ersten Gruppenspielen in der vollbesetzten Puskas Arena für die UEFA an Attraktivität verliert.

Eines allerdings scheint sicher: Sollten die Finalspiele in London stattfinden, dann mit deutlich weniger Stimmung und Publikum als erhofft.

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