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Corona-Hotspots? : Luca-App warnt oft nach Bar- und Clubbesuch

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Die Corona-Zahlen steigen weiter - wo sind die Hotspots? Neue Daten aus der Luca-App bieten Anhaltspunkte. Einen Teil der Gastronomie dürfte das nicht freuen.

Menschen tanzen im Club "Neko" in Freiburg auf der Tanzfläche.
Führen besonders oft zu Corona-Warnungen der Luca-App: Clubbesuche
Quelle: dpa

Knapp drei Viertel aller Corona-Warnungen der Gesundheitsämter in Deutschland, die aus dem System der Luca-App generiert wurden, gingen an Besucherinnen und Besucher von Bars und Clubs. Das geht aus einer anonymisierten Auswertung für den Oktober hervor, bei der über 181.000 ausgespielte Warnmeldungen analysiert wurden. Erfasst wurden Warnhinweise per App und Anrufe bei Nutzern der App durch das Gesundheitsamt.

  • Fast die Hälfte der Warnungen betrafen Clubs: 49,1 Prozent,
  • knapp ein Viertel Bars: 23,2 Prozent.

Restaurants, Kultur und Sport eher keine Corona-Hotspots

  • Vergleichsweise wenige Warnmeldungen gingen dagegen an Restaurant-Gäste. Sie erhielten 10,9 Prozent aller Warnmeldungen.
  • Knapp 9 Prozent der Warnungen gingen an die Besucherinnen und Besucher von Events und Festivals.
  • Kaum eine Rolle spielten der Einzelhandel (1,0 Prozent), Kinobetriebe (1,7 Prozent) sowie Theater, Museen und Kultureinrichtungen (zusammen 0,9 Prozent). Auch die Bereiche Sport (0,8 Prozent) und Spaß-/Schwimmbäder (0,6 Prozent) erwiesen sich nicht als Hotspots.

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Die Luca-App soll die Zettelwirtschaft ersetzen, die bei einer analogen Erfassung der Kontaktdaten der Besucher entstehen würde. Diese Kontakterfassung ist in den meisten Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. Sie kann auch nicht durch die Corona-Warn-App des Bundes erledigt werden, die gefährliche Risikobegegungen anonymisiert erfasst. Neben Luca bieten auch Apps wie eGuest oder Vida eine Kontakterfassung.

Luca-App bei Datenschützern weiter in Kritik

Mit Hilfe des Luca-Systems können die Gesundheitsämter bei der Kontaktaufnahme zwischen zwei verschiedenen Abstufungen auswählen. Zum einen können die Nutzer digital über ein allgemeines Infektionsrisiko informiert werden. Sollten sich an einem mit der Luca-App erfassten Ort mehrere Personen aufgehalten haben, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden, können die Gesundheitsämter auch eine gezielte Infektionswarnung aussprechen und die gefährdeten Personen auf Testzentren in der Umgebung hinweisen.

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Die Luca-App steht vor allem wegen eines Konzeptes der zentralen Datenspeicherung in der Kritik von Datenschützern. Außerdem ist die Nutzung in den Gesundheitsämtern höchst unterschiedlich, da manche Verantwortliche die Wirksamkeit des Luca-Systems bezweifeln. Vorreiter der Nutzung ist Hamburg. Dort wurden allein im November knapp 69.000 Warnmeldungen durch das Gesundheitsamt ausgelöst.

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